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Ferien auf dem Pferderücken

Während andere mit ihren Eltern in die Südsee fliegen oder einen Städtetrip unternehmen, verbringen einige Kinderihre Frühlingsferien im Zürcher Unterland. In den Reitferiender Pferdepension Birkenhof im Bachsertal erleben sie einespannende Woche mit Pferden.

Für die artgerechte Gruppenauslaufhaltung hat Andrea Knecht eine Auszeichnung erhalten.
Für die artgerechte Gruppenauslaufhaltung hat Andrea Knecht eine Auszeichnung erhalten.
Leo Wyden

Ferien auf einem Hof, jeden Tag reiten und Pferde pflegen – das ist wohl der Traum vieler Kinder. Für jeweils acht Kinder im Alter von zehn bis sechzehn Jahren bietet der Birkenhof bei Bachs genau dieses besondere Ferienprogramm an. Jeden Morgen finden Stunden im Westernreiten statt. Am Nachmittag geht es dann ­jeweils auf gemeinsame Aus­ritte, und die Kursteilnehmerinnen üben für die grosse Reitvorstellung am Ende der Woche, zu welcher die Eltern eingeladen sind.

Man merkt den acht Mädchen die Begeisterung für die Tiere und das Reiten an. «Das Programm ist sehr abwechslungsreich, und die Vorführung am ­Ende der Woche ist cool», sagt die elfjährige Lisa strahlend. «Was mir besonders gefällt hier auf dem Hof, ist der Umgang mit den Pferden», erklärt derweil die dreizehnjährige Ronja. Nach dem morgendlichen Stallausmisten und dem Frühstück für Pferd und Reiter holt jeweils die Hälfte der Gruppe die Tiere aus dem offen­en Stall oder Ge­hege. Selbstständig bereiten die Kinder die Pferde auf die bevor­ste­hende Reitstunde vor. Es wird gestriegelt und gebürstet, gesattelt und aufgezäumt.

«Uns ist wichtig, dass die Kinder möglichst selbstständig die Pferde pflegen und vorbereiten, damit sie den richtigen Umgang mit den Tieren lernen», ­erklärt Andrea Knecht, die den Hof zusam­men mit ihrer Schwester Stefanie Gross­niklaus führt. «Wir nehmen deshalb auch erst Kinder ab zehn Jahren. Mit Jüngeren wäre das so nicht möglich», so Knecht weiter.

Artgerechte Pferdehaltung

Knecht und Grossniklaus ­haben die Pferdepension Birkenhof 1989 gegründet. Mitten im ­Grünen mit Blick aufs Bachsertal leben hier Pferde in artgerechter Gruppenauslaufhaltung, die 1998 vom Schweizer Tierschutz ausgezeichnet wurde. Die Stallungen sind offen und verbunden, die Tiere können sich frei be­wegen und miteinander in Kontakt treten. Der Birkenhof war bei seiner Gründung einer der ersten Ställe, der diese Pferde­haltung anbot. «Heutzutage gibt es immer mehr Höfe, welche ­diese Haltung pflegen», sagt Knecht. «Da wir diesen Stall aber schon seit fast 30 Jahren betreiben, können wir natürlich auf viel Erfahrung und Gelerntes zurück­greifen.»

Der Hof beherbergt momentan insgesamt 24 Pferde, wobei etwa die Hälfte Pensions­tiere sind. Auf dem Birkenhof werden wöchentliche Stunden im Westernreitstil angeboten, ausserdem gibt es verschiedene Wochen­end- und Wochenkurse sowie eben auch die zurzeit stattfindenden Reitferien.

Nicht nur Kinder können auf dem Hof reiten, auch für Erwachsene ist etwas im Angebot. Für Erwachsene, die neu reiten lernen wollen, sei es am sinnvollsten, zuerst einen Wochenkurs zu besuchen, sagt Knecht. Denn Erwach­sene seien nicht ganz so flexibel und lernfähig wie Kinder. «Viele steigen bald wieder aus, wenn sie nur einmal in der Woche eine Reitstunde besuchen», weiss Knecht.

Reitstil gewechselt

Die erste Gruppe ist inzwischen fertig mit ihrer Reit­stunde, nun kommen die anderen vier Kursteilnehmerinnen an die Reihe. Sie haben ihre Pferde schon ­geputzt und vorbereitet. Jedes Mädchen hat ein Schul­pferd vom Hof, das es die ganze Woche lang reiten darf. Zu Beginn der ­Woche wurden sie den Kindern zugeteilt, abgestimmt auf deren ganz unterschiedliches Können. Während die einen schon fortgeschrittener sind, haben die anderen gerade erst den Reitsport für sich entdeckt.

«Nachdem ich letztes Jahr schon in einem Lager war, bin ich dann von Englisch auf Western umgestiegen», erzählt die ­elfjäh­rige Jasmin. «Es hat mir auf dem Birkenhof einfach besser gefallen.» Und die vierzehnjährige ­Sina fügt lächelnd hinzu: «Es geht hier auf dem Hof darum, dass es den Pferden gut geht und dass wir Spass haben!»

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