Buchs

Fotoshooting für krebskranke Kinder

Seit Samstag sind nun auch die letzten Bilder für den dritten Pin-up Kalender von Monique Bornhauser im Kasten. Der Erlös geht vollumfänglich an die Stiftung Kinderkrebs Schweiz.

Der Oldtimer gehört einer guten Freundin von Bornhauser.

Der Oldtimer gehört einer guten Freundin von Bornhauser. Bild: Paco Carrascosa

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Bis vor ein paar Minuten schien die Sonne noch hell und warm auf die Wiese etwas unterhalb des Bergwerkes Krästel in Buchs. Nun aber schiebt sich der Nebel heran und er scheint bleiben zu wollen. Fotograf Patrick Wirth aus Regensdorf fackelt nicht lange und holt aus seinem Equipment eine elektronische Sonne, die er vor den alten Buick aus den 1940er Jahren stellt.

Auf dem Kotflügel des Autos sitzt Monique Bornhauser. Sie ist das erste menschliche Model des Fotografen. Bisher machte er vor allem Landschafts-, Städte- und am meisten Aviatikfotografie. Die Bilder mit Monique Bornhauser sind gelungen. Passend zum historischen Auto, und in der Hoffnung auf Sonne, trägt sie ein Sommerkleid, eine stylische Sonnenbrille und Schuhe, deren Stil ebenfalls aus einer längst vergangenen Zeit stammen.

Gelebte Weiblichkeit

An diesem Tag sollen die letzten Bilder für den Pin-up Kalender im Jahr 2020 gemacht werden. Der Erlös fliesst erneut in die Stiftung Kinderkrebs Schweiz. Monique Bornhauser war mit zwei Jahren an Retinoblastom, einer Krebserkrankung am Auge, erkrankt. Sie wurde geheilt. «Mit der Spende möchte ich einfach etwas zurückgeben», sagt die 42-jährige Regensdorferin.

Beim Betrachten der Bilder fällt auf, dass die damalige Mode in raffinierter Weise der Weiblichkeit huldigte. Figurbetont, aber auch mit fliessenden Stoffen umschmeicheln sie den Körper. Freche Sonnen- oder sonstige Brillen und der knallrote Lippenstift sind Ehrensache. Die Frisur hat sich Monique Bornhauser bereits am Abend vor dem Shooting zurechtgelegt. Heute sitzt das schwarze lange Haar perfekt.

Der erste Kalender war ein Weihnachtsgeschenk an ihren Mann Markus, den aber alle Welt nur «Borni» nennt. Damals noch mit Fotos vom Smartphone gemacht, selbstgestaltet und Online im Fotolabor bestellt, war das Präsent ein grosser Erfolg. Den Kalender entdeckten auch «Bornis» Kunden in dessen Werkstatt und fanden ihn richtig gut.

Dies brachte Monique Bornhauser auf die Idee, die Sache mit dem Kalender professioneller anzugehen. Nun ist es bereits der zweite Kalender, der mit Hilfe von Profis entsteht. «Drei Fotografen machen jeweils Bilder für je vier Monate. Die Grafik übernahm eine Bekannte von uns. Alles ohne Honorar. Alles im Dienste einer guten Sache», erzählt Monique Bornhauser in einer kurzen Pause. Dank dieser grosszügigen Unterstützung kam bereits im vergangenen Jahr ein Reingewinn von über 3000 Franken zusammen. Das soll auch heuer wieder so sein.

Bereits 200 Bestellungen

Der Oldtimer gehört einer guten Freundin von Bornhauser. Sie hat ihr das Auto für das Fotoshooting ausgeliehen. So funktioniere das übrigens meistens. «Die Requisiten und Fahrzeuge werden uns zur Verfügung gestellt.» Dank einem regelmässigen Social-Media Auftritt verfügen Monique und Markus Bornhauser über ein grosses Beziehungsnetz.

Die Ideen zu den originellen Locations kommen auch von den Fotografen. So wurde schon in einem historischen Hotel in Baden, in der Altstadt von Rapperswil oder im zeitgemässen Ambiente einer Cocktailbar in Zürich geshootet. Bereits sind rund 200 Bestellungen eingegangen. Der Aufwand scheint sich zu lohnen. Die Bornhausers freuts, die Kinder und Jugendlichen mit einer Krebserkrankung ebenfalls.

Erstellt: 15.09.2019, 13:46 Uhr

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