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Frieren bei 30 Grad Celsius

Jeden Tag lernt Salome Zollinger im Tschad Neues und Fremdes kennen – so auch, dass das Leben hinter Hotelmauern anders und Kälte nicht gleich Kälte ist.

Inzwischen versteht Salome Zollinger, wenn ihre Schützlinge, bei für Schweizer Verhältnisse sommerlichen Temperaturen, frieren und sich warm anziehen.
Inzwischen versteht Salome Zollinger, wenn ihre Schützlinge, bei für Schweizer Verhältnisse sommerlichen Temperaturen, frieren und sich warm anziehen.
pd

Mitte November, Ende der kurzen Hitzesaison, gingen wir das erste Mal baden. Es war die letzte Gelegenheit, bevor es zu kalt sein würde. In der Stadt gibt es ein Hotel, in dem man für einen bestimmten Preis den Tag am Pool verbringen kann. Sobald die Eingangstore sich hinter uns geschlossen hatten, befanden wir uns in einer anderen Welt: Anstelle von bedeckten Köpfen und langen ­Röcken sahen wir kurze Hosen, Bikinis und Sonnenbrillen. In unserer farbigen, der Region angepassten Kleidung wurden wir belustigt beäugt. Die Gäste des Hotels ­waren haupt­sächlich Nicht-Afrikaner, Geschäftsleute, die nicht viel aus­ser­halb der Mauern des Hotels zu sehen bekamen.

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