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Hier gehen die Fische lebendig über die Theke

Die Zierfischbörse des Aquariumvereins Danio fand nach einer kürzeren Pause am Samstag wieder statt und lockte viele Besucher an.

Dies Besucher tauschten sich aus und kauften neue Tiere für ihre Aquarien.
Dies Besucher tauschten sich aus und kauften neue Tiere für ihre Aquarien.
Balz Murer

Die Sporthalle im Schulhaus Worbiger in Rümlang bot am Samstag Aquaristikfans und Hobbyzüchtern die Gelegenheit sich zu treffen und neue Tiere zu kaufen. Der Aquariumverein Danio veranstaltete nach einem kurzen Unterbruch wieder seine jährliche Zierfischbörse. 500 Besucher liessen sich diesen Anlass nicht entgehen und wurden beim Kauf vor die Qual der Wahl gestellt. «Wir haben eine grosse Bandbreite an Fischen», sagte Hans Iseli aus Dielsdorf, Börsenchef des Vereins. So leuchteten Barsche, Salmler, Welse, Skalare und Guppys in den verschiedensten Farben und Formen aus den Aquarien.

Artgerechte Haltung

Von den grösseren Arten hatte André Walzel aus Winkel zwei grosse Schwärme dabei. Die Platinblauen und Altum Skalare sowie Rotrückenskalare sollten seiner Meinung nach auch in Gruppen gehalten werden. «Sie sind Schwarmfische. Meistens werden in Wohnzimmeraquarien ein, zwei Stück gehalten, und dann haben sie ein ganz anderes Verhalten.» So könnten sie zum Beispiel ein Territorialverhalten entwickeln und andere Fische verjagen – wobei auch das von der Grösse des Beckens abhängig sei und. Von einem Schwarm rede man ab sechs Fischen.

Die Familie Gautschi aus Aarau schaute vorbei, um ihre Fischsammlung aufzustocken. Das Hobby angefangen hat Nadine Gautschi. «Und irgendwann machte mein Mann mit.» Wie so oft wollten es die Kinder den Eltern gleichtun. Matteo (6) und Jana (4) wollen jetzt selber Fische aufziehen, sagt die Mutter. «Wir haben in der Wohnung ein grosses Aquarium und wegen der Kinder auch ein Becken mit Jungtieren im Keller, weil sie unbedingt Jungtiere aufziehen wollen.»

An der Börse entschied sich die Familie für verschiedene Corydoras, die sie bei Roger Aldridge aus Biel kaufte. Diese Fische sind lebendgebärend, was bedeutet, dass das Muttertier die Fischkinder schon lebendig aus dem Mund spuckt und man sie zum richtigen Zeitpunkt isolieren muss.

Tricks bei der Zucht

Hans Iseli hatte verschiedene Salmler zum Verkauf mitgenommen. Bei diesen muss man bei der Zucht auf den richtigen Laichrost achten. «Dort sollen die Eier hineinfallen, sonst werden sie von den Fischen gefressen.» Das Fische in Gefangenschaf Laich fressen, liege auch an den Wasserwerten. So sei in Naturgewässern die Nähstoff- und Mineralkonzentration ganz anders. Iseli züchtet nur im Regenwasser. «Ich sammle und breite es auf. Das Wasser darf keine Aufhärtung haben.» Fische mochte er schon immer. «Als Kind haben mich Aquarien interessiert, aber ich habe nie eins bekommen. Meine Frau schenkte mir eines mit 23 und seither habe ich Fische.»

Das Hobby rund um die Fische soll an der Börse auch im Zentrum stehen. «Wir haben keine professionellen Händler. Nur Hobbyzüchter dürfen bei uns verkaufen», sagt der Börsenleiter. 15 Aussteller kamen an die Börse. Das ist weniger als in anderen Jahren, da der Aquariumverein Winterthur dieses Mal nicht dabei . Die eineinhalbjährige Pause der Börse begründet Iseli mit dem grossen Aufwand. Doch weil die Planung nun kompakter angegangen wird, soll es von nun an wieder klappen.

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