Zum Hauptinhalt springen

«Ich möchte gerne mal erleben,was Langeweile ist»

Bernhard Kunz führt seit diesem Jahr keine Liquidationen mehr durch. In über 40 Jahren hat er bei Hunderten Firmen die Insolvenz verhindert, indem er Damenstrümpfe, Spitalbetten oder Michel-Jordi-Uhren an neue Besitzer vermittelte.

Bernhard Kunz hat sich in seiner Tätigkeit als Liquidator viel Wissen aus den unterschiedlichsten Branchen angeeignet.
Bernhard Kunz hat sich in seiner Tätigkeit als Liquidator viel Wissen aus den unterschiedlichsten Branchen angeeignet.
Paco Carrascosa

Wie so vieles im Leben hat auch die berufliche Laufbahn von Bernhard Kunz mit einem Zufall begonnen. Um ein bisschen Geld für die bevorstehende Auswanderung nach Australien zu verdienen, heuerte er Anfang der 1970er-Jahre vorübergehend in einem Teppichgeschäft an. Doch das Geschäft lief nicht, und schon bald mussten die Waren liquidiert werden. «Ich wusste damals nicht einmal, was liquidieren bedeutet», sagt Kunz und lacht. Offenbar hat es der damals gut 20-Jährige aber schnell verstanden, denn die Liquidation der Teppiche verlief so erfolgreich, dass ein Lieferant auf ihn aufmerksam wurde und ihm gleich einen weiteren Auftrag vermittelte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.