Oberglatt

Imagefilm sorgt nicht nur für Freude

Die Gemeinde hat eine Produktionsfirma damit beauftragt, einen Imagefilm über das Dorf zu drehen. Darin kommen auch Drohnenaufnahmen vor, die der Flugsicherung Skyguide ein Dorn im Auge sind.

Der Imagefilm, aus dem dieses Bild stammt, soll die Gemeinde Oberglatt nach aussen auf moderne Art und Weise präsentieren.

Der Imagefilm, aus dem dieses Bild stammt, soll die Gemeinde Oberglatt nach aussen auf moderne Art und Weise präsentieren. Bild: pd / Gemeinde Oberglatt

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Zuerst ist der ganze Erdball zu sehen, dann zoomt die Kamera immer näher ran, bis sie direkt über Oberglatt stehen bleibt und die Gemeinde aus der Vogelperspektive zeigt. Mit weisser Schrift auf grünem Grund ist «Abheben in Oberglatt» – so lautet der Slogan der Gemeinde – zu lesen.

Der Imagefilm bietet einen Einblick ins Treiben im Dorf: Anlässe wie Chilbi, Weihnachtsmarkt oder eine Theateraufführung werden gezeigt; Personen aus Politik, Gewerbe und Vereinen erzählen, was sie tun. Gemeindepräsident Roger Rauper erklärt die Hintergründe des Projekts: «Unser Ziel ist, Oberglatt nach aussen auf moderne Art und Weise zu präsentieren.» Als mögliche Verwendung sei zum Beispiel vorgesehen, den Film an grösseren Anlässen, die im Dorf stattfinden, zu zeigen.

Gekostet habe die Produktion rund 26'000 Franken. «Das Geld dafür stammt aus der Erbschaft einer Privatperson und ist an den Zweck einer kulturellen Förderung gebunden», sagt Rauper.

Anfang 2019 auf der Gemeindewebsite

Premiere feierte das Video am 12. Dezember, als es im Anschluss an die Gemeindeversammlung über die Leinwand flimmerte. «Da wir den Film nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung gezeigt haben, war es schon etwas lauter im Saal. Dadurch konnte man nicht mehr alles genau hören, was einige Anwesende bedauerten», berichtet Rauper. Dass sich die Leute danach erkundigten, wo und wann sie den Film nochmals schauen können, deutet der Gemeindepräsident als Interesse am Projekt.

Vergangene Woche war der Film dann für kurze Zeit auf der Gemeindehomepage via eine Verlinkung auf die Videoplattform Youtube aufgeschaltet. Doch nach nur wenigen Stunden wurde er wieder vom Netz genommen. «Der Film sollte eigentlich nur auf unserer Gemeindewebsite und nicht auf Youtube zu sehen sein», räumt Rauper den Fehler ein. «Wir wollen den Film nicht einer breitern Öffentlichkeit zeigen, sondern ihn vorerst für uns nutzen mit dem exklusiven Zugang über www.oberglatt.ch.» Anfang nächsten Jahres soll der Film dort wieder verfügbar sein.

Skyguide will für alle Drohnen ein Bewilligung

Im Imagefilm sind auch Drohnen-Aufnahmen zu sehen. Das mag überraschen, sind diese in Oberglatt wegen der Nähe zum Flughafen grundsätzlich verboten. Gemäss dem Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl), braucht es im Umkreis von 5 Kilometern um Flugplätze eine vorgängige Bewilligung, bei grösseren wie dem Flughafen Zürich ist die Flugsicherung Skyguide dafür zuständig.

Dort heisst es auf Anfrage, man habe im Fall des Imagefilms in Oberglatt mit grosser Sicherheit keine Drohnenflüge bewilligt, da es viel zu nahe am Flughafen und zudem noch im Anflug liege. Deswegen gehe man davon aus, dass die Aufnahmen mit einer Drohne gemacht wurden, die weniger als 500 Gramm wiegt. Dies sei zwar erlaubt aber trotzdem fahrlässig, da auch diese erheblich Schäden bei einem Flugzeug anrichten könnte. «Deswegen kämpfen Skyguide, der Flughafen Zürich und die Kantonspolizei seit Längerem dafür, dass das Gesetz geändert wird und alle Drohnen eine Bewilligung brauchen», heisst es von der Flugsicherung weiter.

Mit dem Imagefilm beautragt und entsprechend für die Aufnahmen verantwortlich ist die Produktionsfirma Silverspot AG. «Wir haben eine Mini-Drohne verwendet, die weniger als ein halbes Kilo wiegt. Ausserdem haben wir die Aufnahmen ausserhalb des Flugbetriebs, also vor dem ersten oder nach dem letzten Flieger, gemacht», sagt CEO Remo Civatti dazu. Die Bilder seien dann in der Nachbearbeitung aufgehellt worden.

Erstellt: 27.12.2018, 13:38 Uhr

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