Niederweningen

Jetzt lädt Pink Panther zum Spiel ein

Am Sonntag wurden am Bahnhof zwei junge Männer auf frischer Tat ertappt, wie sie einen Bauwagen vollsprayten. Die ganze Aktion war allerdings geplant und Teil einer Einweihung.

Die Aussenverzierung steht, jetzt fehlt nur noch die Inneneinrichtung des mobilen Spielplatz-Bauwagens.

Die Aussenverzierung steht, jetzt fehlt nur noch die Inneneinrichtung des mobilen Spielplatz-Bauwagens. Bild: Paco Carrascosa

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Michael Vonarburg muss es wissen: «Endlich haben wir einen neuen Treffpunkt für Jung und Alt». Seit zwei Jahren wohnt er mit seiner Frau und den zwei Kindern in Niederweningen. Er hat einen zentralen Treffpunkt vermisst, wo Kinder neue Gspändli finden und ihre Eltern sich untereinander austauschen können. «Bisher hatte jedes Quartier seinen eigenen kleinen, teils verborgenen Spielplatz», erklärte er. Als Neuzuzüger sei es dadurch schwer gewesen, Kontakt zu finden. Dieses Bedürfnis der Niederweninger nach einem zentralen Treffpunkt wurde nun mit der Einweihung und Inbetriebnahme des mobilen Spielplatz-Bauwagens befriedigt.

Glücklich zeigten sich denn auch die Mitverantwortlichen des Projekts, darunter Andreas Gantenbein vom Verein Spiel, Sport und Spass, sowie Angela Zweifel von der Pro Senectute Geschäftsstelle in Bülach. Gemeinderat Martin Eberhard überreichte ihnen nämlich den Schlüssel zum neuen mobilen Spielplatz-Bauwagen. Die nächsten drei Monate wird dieser beim Gemeindehaus stehen.

Die Bevölkerung, insbesondere die Kinder und Jugendlichen, wurden anschliessend aufgefordert, ihre Wünsche bezüglich der Einrichtung des Wagens aufzuschreiben. Da es sich um ein generationenübergreifendes Projekt handelt, reichten die Ideen von einer Kaffeemaschine bis hin zu Outdoor-Spielgeräten. Auch der Wunsch nach einer Reparaturwerkstatt, die von Pensonären betreut werden könnte, wurde geäussert. Die Vorschläge werden nun vom Verein zusammengetragen und mit den Öffnungszeiten demnächst auf der neuen Webside www.treffpunkt.fun aufgeschaltet.

Künstler kam per Fahrrad

Für Aufregung sorgte ein Helikopter, der kurz nach dem Einweihungsakt auf einem Feld in der Nähe landete. Schliesslich hiess es ja gross in der Einladung: «Graffiti-Show». Mit der Veranstaltung hatte das Fluggerät dann aber nichts zu tun; die beiden angekündigten Künstler aus der Sprayerszene kamen per Fahrrad angereist und eröffneten sogleich das Kinderprogramm. Mit grossem Eifer machten sich die rund 30 Kids sofort ans Werk und begannen die schneeweissen Pappwände zu bemalen. Überall hörte man das typische Spray- und Schüttelgeräusch. So entstanden unter Anleitung schon recht sehenswerte, kleine Kunstwerke.

Das Besprayen des Bauwagens oblag dann aber den beiden jungen Graffiti-Künstlern. Der Pink Panther und das Motto des Vereins «Spiel, Sport und Spass» zieren jetzt dessen Aussenwand.

Besucherin Jacqueline Gardelle fand schmunzelnd, dass das schon jetzt für Gesprächsstoff im Dorf sorgen werde. Selber hätte sie nämlich gar keine Künstler kommen lassen. Wäre es nach ihr gegangen, hätten die Niederweninger Kinder die schneeweisse Aussenfront des Bauwagens bemalt. «Schliesslich ist es auf eine Art auch ihr Bauwagen», erklärte die fünffache Mutter.

Erstellt: 08.04.2019, 17:03 Uhr

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