Buchs/Dielsdorf

Kanton behält die «Hand» im Auge

Die Absicht die Nebenstrasse über die sogenannte «Hand» zu sperren, wird genau beäugt. Zwar gehört das vielbefahrene Strässchen den Gemeinden Buchs und Dielsdorf, aber der Kanton schaut ganz genau hin.

Die Nebenstrasse über die «Hand» ist ein Schleichweg. Die bis zu 4000 Autos täglich will man in Buchs und Dielsdorf (Bild) nicht mehr tolerieren.

Die Nebenstrasse über die «Hand» ist ein Schleichweg. Die bis zu 4000 Autos täglich will man in Buchs und Dielsdorf (Bild) nicht mehr tolerieren. Bild: Archiv/zu

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Die Besitzverhältnisse sind klar. Dem Kanton gehört die Hauptstrasse über den Schwenkelberg, während die alte Landstrasse über die Anhöhe zwischen dem Furttal und Dielsdorf – im Volksmund die «Hand» – den beiden Gemeinden Buchs und Dielsdorf gehört. Weil aber die viel schlechter ausgebaute Nebenstrasse viel Ausweich- und Schleichverkehr anzieht, ist in den beiden Gemeinden die Idee gereift, diese Direktverbindung für den Durchgangsverkehr komplett zu schliessen.

In Anbetracht der vorhandenen Kantonsstrasse als gut ausgebaute Alternativroute dürfte das Ansinnen der Buchser und Dielsdorfer Gemeinderäte eigentlich ohne grösseres Aufheben zu verwirklichen sein, könnte mancher denken.

Doch obschon die Strasse den Gemeinden selbst gehört und diese für die bauliche Instandhaltung sowie Unterhalt und Winterdienst aufkommen müssen, dürfen sie die Verbindung nicht einfach so kappen. Denn der Kanton behält die «Hand» ganz genau im Auge.

Eine offizielle Mitteilung der Gemeinde Buchs zeigt, wie brisant das Vorhaben einer kompletten Sperrung der «Hand» nämlich ist. Zentrale Aussage: «Für eine Sperrung braucht es flankierende Massnahmen» und «der Kanton hat die Führung übernommen». Denn solche Anpassungen, um die negativen Auswirkungen zu dämpfen, hätten überregionale Bedeutung, hält die Gemeinde Buchs in ihrer Mitteilung fest.

«Wir sind involviert»

Anfang Mai fand eine Sitzung zum Thema «Hand»-Sperrung mit Vertretern aus dem Amt für Verkehr des Kantons sowie mit den umliegenden Gemeinden statt. Weitere Informationen werden in dem Schreiben der Gemeinde erst auf einen späteren Termin nach den Sommerferien in Aussicht gestellt.

Der Kanton werde dann seinerseits informieren. Gestern meinte Markus Gerber, Sprecher des Amts für Verkehr, dazu: «Wenn etwas Auswirkungen auf das übergeordnete Strassennetz hat, interessiert uns das selbstverständlich.» Wenn über die «Hand»-Schliessung entschieden wird, will der Kanton sicherstellen, dass er ein entscheidendes Wörtchen mitreden kann. Welche Massnahmen auf den umliegenden Strassen getroffen werden müssten und was für sonstige Auflagen es geben könnte, sei aber noch nicht entschieden, gibt Gerber zu verstehen.

Da die Kantonsstrasse bereits stark belastet ist und sich der Verkehr insbesondere bei der Verzweigung auf der Furttaler Seite am Adlikerkreuz oft staut, kann der Kanton einer Sperrung nicht einfach tatenlos zusehen. Wie viel Mehrverkehr die beabsichtigte Sperrung der «Hand» auf das Adlikerkreuz bringen wird, zeigte eine Testsperrung bereits eindrücklich auf. Die Linienbusse blieben dabei bis zu 10 Minuten länger im Stau stecken.

Für die beiden Anrainergemeinden der «Hand» bleibt das Ziel unverändert. So steht in der kommunalen Mitteilung: «Die Gemeinden Buchs und Dielsdorf halten an einer Sperrung der Hand weiterhin fest.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 19.05.2017, 11:15 Uhr

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