Otelfingen

Kantonsratskandidaten debattierten über Gesundheitskosten und Verkehr

Während einer Podiumsdiskussion standen Probleme des Bezirks Dielsdorf und Kosten im Gesundheits- und Bildungswesen im Zentrum. Fünf Kantonsratskandidaten und eine Kandidatin gaben ihre Ansichten und Lösungsvorschläge bekannt.

Christian Müller (FDP) (von links), Christian Lucek (SVP). Markus Imhof (SVP), Gesprächsleiter Flavio Camenzind, Beatrix Stüssi (SP), Robert Brunner (Grüne) und Hans Egli (EDU) nahmen sich im Golfpark Otelfingen den brennenden Themen im Bezirk Dielsdorf an.

Christian Müller (FDP) (von links), Christian Lucek (SVP). Markus Imhof (SVP), Gesprächsleiter Flavio Camenzind, Beatrix Stüssi (SP), Robert Brunner (Grüne) und Hans Egli (EDU) nahmen sich im Golfpark Otelfingen den brennenden Themen im Bezirk Dielsdorf an. Bild: Paco Carrascosa

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Unter der Leitung von Flavio Camenzind trafen sich im Golfpark am Sonntagmorgen kandidierende für den Kantonsrat zur Diskussion von regionalen Themen. Camenzind begrüsste auf dem Podium Kantonsrat Hans Egli (EDU) aus Steinmaur, er kandidiert neben dem Kantonsrat auch für den Regierungsrat, und die bisherigen Kantonsräte Beatrix Stüssi (SP) aus Oberhasli, Robert Brunner (Grüne) und Christian Müller (FDP), beide aus Steinmaur, Christian Lucek (SVP) aus Dänikon sowie den Kandidierenden Markus Imhof (SVP) aus Hüttikon.

Das erste Thema der Gesprächsrunde betraf die Standortförderung und die Arbeitsplätze im Bezirk. Stüssi erwähnte die relativ hohen Steuersätze im Gebiet, welche für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen hinderlich seien. Brunner war anderer Meinung: «Die Steuersätze sind irrelevant. Betriebe brauchen gute Fachkräfte. Der Kanton hat leider bei der Berufsbildung abgebaut». Für Müller sind die enorm hohen Bodenpreise verantwortlich, dass sich Betriebe kaum mehr entwickeln können: «Wir sind nur zehn Minuten von der Grenze entfernt, wo das Land viel weniger kostet». Imhof stört, dass durch Umzonungen das Gewerbe vertrieben wird.

Brennpunkt Verkehr

Das Thema Verkehr war der zweite Diskussionspunkt. Lucek erwähnte, kaum sei der Nordring überlastet, werde das Furttal als Ausweisstrecke genutzt. Aber er möchte abwarten, bis die Autobahn fertig ausgebaut ist, bevor im Furttal voreilig Massnahmen ergriffen werden. Für Egli stellt der Verkehr eine grosse Herausforderung dar: «Viele Berufsleute sind auf gute Verkehrsbedingungen angewiesen, Individualverkehr und auch der ÖV muss gefördert werden». Lucek erwähnte, dass der zunehmende Verkehr eng mit dem Bevölkerungswachstum zusammenhänge. Brunner sieht die Zusammenlegung von Wohn- und Arbeitsort als Lösung: «Wer jeden Morgen in den Stau hineinfährt, ist selber schuld».

Das dritte Thema betraf die Gesundheitskosten. «Die SP möchte die Prämien limitieren. Ich persönlich stehe für eine Einheitskasse ein und die Spitäler sollten sich mehr spezialisieren», forderte Stüssi.

«Zu hohe Löhne»

Anderer Ansicht ist Müller: «Durch eine Einheitskasse werden keine Kosten gesenkt». Für Egli liegt das Problem der steigenden Kosten im stetigen Ausbau des Grundkatalogs: «Die Eigenverantwortung wird zu wenig belohnt.» Brunner sieht den Grund für die Zunahme der Gesundheitskosten darin, dass im Gesundheitsmarkt zu viel verdient wird. Imhof setzt sich für höhere Franchisen ein, um die Eigenverantwortung zu stärken. Am Bildungswesen bemängelte Imhof: «Die Kosten sind in den letzten Jahren geradezu explodiert. Man schiebt schwächere Schüler zu schnell in Sonderschulen ab».

Müller ist ebenfalls der Ansicht, dass zu schnell therapiert wird. Und auch Lucek meint, dass man in den Schulen zu schnell bereit sei, Probleme abzuschieben. Der gleichen Meinung ist Egli. Sonderschulen können pro Jahr und Kind Kosten bis zu 100000 Franken verursachen. Stüssi erwähnte, dass die Schulkosten in den Gemeindeversammlungen via Budget immer bewilligt werden müssen.

Das Publikum konnte Fragen an die Kanidaten stellen. Elisabeth Frey aus Hüttikon wollte wissen, wie diese zur Drogenpolitik stellen. Stüssi und Brunner sehen keinen Unterschied zwischen Alkohol und Cannabis. Alle anderen sind gegen eine Freigabe von Cannabis. Besonders die Jugend müsse geschützt werden.

Erstellt: 10.03.2019, 17:32 Uhr

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