Dielsdorf

Kinder wollen ins «Guinness-Buch»

Im «Guinness-Buch der Rekorde» ist bereits so ziemlich jede denkbare Disziplin aufgeführt. Die Schule Dielsdorf hatte eine weitere Idee, um nächstes Jahr darin vorzukommen.

Ob die Primarschüler den Eintrag ins «Guinness-Buch» schaffen, wird sich am nächsten Donnerstag zeigen. Bild: Sibylle Meier

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Ein Weltrekord muss es sein. Das war für den Elternrat der Primarschule Dielsdorf schnell klar, als sich das Gremium vor zwei Jahren Gedanken über eine spezielle Aktivität mit Kindern, Eltern und Lehrpersonen machte. Die Idee zündete auch beim Schülerrat. Denn welches Kind möchte nicht einmal im «Guinness-Buch der Rekorde» vorkommen?

Am kommenden Donnerstag ist es nun so weit: Die 315 Primarschüler aus insgesamt 15 Klassen werden alle zusammen ein Memory spielen. Natürlich nicht ein ganz gewöhnliches, sondern eines mit 324 selbst gestalteten Karten, jede 50 mal 50 Zentimeter gross. Und auch die Spielart musste wegen der grossen Teilnehmerzahl etwas angepasst werden: Während etwa die Hälfte der Kinder auf dem Spielfeld Karten aufdeckt, haben 50 andere die Funktion von Beobachtern. Sie dürfen sich Notizen über die Lage der Kartenpaare machen. Andere Kinder koordinieren den Spielablauf über Lautsprecher, und eine vierte Gruppe sammelt die aufgedeckten Karten wieder ein. Derweil werden die 111 Kindergärtler als Fanklub auftreten.

«Die Herausforderung ist nicht, wie normalerweise beim Memory, die Gedächtnisleistung», erklärt Elternrat-Vertreterin An­drea Ohl, «sondern dass so viele Leute miteinander spielen und es nicht zu einem Chaos kommt.» Der Mega-Anlass wird in der neuen Halle der Rennbahn stattfinden. Sie bietet genügend Platz, um alle Karten auszulegen, und die Tribünen eignen sich, damit die Beobachtenden die Übersicht bewahren.

Entscheid aus London liess auf sich warten

Damit die Aktion tatsächlich ins «Guinness-Buch der Rekorde» aufgenommen wird, mussten die Dielsdorfer zuerst die Zusage aus London abwarten. «Nach langem Warten und mehrmaligem Nachhaken per Mail und Telefon haben wir Anfang Juli endlich einen positiven Bescheid erhalten», sagt Ohl.

Bereits im Frühling hatten die Organisatoren beim zuständigen Komitee drei Vorschläge eingereicht. Dar­un­ter auch jener, eine Weltkarte mit Personen zu bilden oder die Schulhäuser mit einer gehäkelten Schnur zu verbinden. Ideen wie jene, das Schwimmbecken mit Glace zu füllen, hatten sich bereits in der Vorauswahl als unrealistisch erwiesen. Schliesslich fiel der Entscheid aus London auf das Memory mit der Vorgabe, dass mindestens 250 Personen mitspielen sollten.

Als Nachweis für das «Guinness-Buch» wird der Anlass mit Fotos und Film dokumentiert werden. Neben dem «Zürcher Unterländer» haben auch Tele­Züri und das Kinderprogramm «Zambo» des Schweizer Radio und Fernsehens ihre Präsenz angekündigt. «Die Organisation war ein grosser Aufwand», sagt An­drea Ohl. Doch es habe sich gelohnt: «Die Kinder sind voll dabei und freuen sich. Und auch die Lehrpersonen machen begeistert mit.»

Erstellt: 21.09.2015, 20:12 Uhr

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