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Klingendes Kulturdenkmal erstrahlt in neuem Glanz

Mit rund 850 Pfeifen ist die Metzler-Orgel der reformierten Kirche zwar klein, aber doch ein Kunstwerk, meint Organistin Sabine Weidmann. Zur Wiedereinweihung nach grosser Revision konnte sie Andreas Jost vom Zürcher Grossmünster für ein Konzert am 4. Advent gewinnen.

Organistin Sabine Weidmann ist sichtlich glücklich über die renovierte Orgel in der reformierten Kirche.
Organistin Sabine Weidmann ist sichtlich glücklich über die renovierte Orgel in der reformierten Kirche.
Sibylle Meier

Das Klangspektrum der rund 850 Orgelpfeifen fasziniert: Vom tiefen, dumpfen, einem Schiffsmotor ähnlichen Vibrieren bis zum hellen, schrillen Ton, der nach Alarmanlage klingt. «Eine Art Liebe» verbindet die Organistin Sabine Weidmann nach 33 Dienstjahren für die Kirchgemeinde Bachs mit ihrem Instrument. Erbaut wurde die kleine zweimanualige Orgel mit Hauptwerk und Rückpositiv 1964 vom Dietiker Unternehmen Metzler, weit über die Schweizer Grenzen hinaus für den mechanischen Orgelbau nach barockem Vorbild bekannt. Den Auftrag gaben die damalige Kirchenpflege und Pfarrer Manfred Weiss im Rahmen einer umfassenden Kirchenrenovation. «Bautechnisch war die Orgel wegweisend mit rein mechanischer Struktur und Registersteuerung», heisst es im Buch zum 300-jährigen Bestehen des 1714 erbauten Gotteshauses. «Auf der Westempore bildet sie das schmückende Gegenstück zu den drei Glasfenstern im Chor.» Für die aufwendige Revision unter der Leitung des Orgelbauers Johannes Röhrig stellte die Kirchgemeinde einen Kredit über 35 000 Franken zur Verfügung.

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