Kloten

Klotener verkörpert «Mächtigen vom Gotthard»

Am 11. und 12. Dezember zeigt SRF 1 den zweiteiligen Film «Gotthard». In der aufwendig inszenierten Produktion über den Bau des Gotthardtunnels tritt der Klotener Eugen Hofer an der Seite von Carols Leal und Hans Peter Müller-Drossaart auf.

Der Klotener Eugen Hofer (rechts neben Hanspeter Müller-Drossaart), mit rotem Halstuch, tagt mit den anderen «Mächtigen vom Gotthard».

Der Klotener Eugen Hofer (rechts neben Hanspeter Müller-Drossaart), mit rotem Halstuch, tagt mit den anderen «Mächtigen vom Gotthard». Bild: SRF / Daniel Ammann

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«Gotthard» nimmt die Zuschauer mit auf eine historische Zeitreise. Genauer in das Jahr 1873, als das kleine Dorf Göschenen von Menschen aus aller Herren Ländern aufgesucht wurde. Ihr Ziel: Beim Bau des grössten Eisenbahntunnels der Welt mit dabei zu sein. Immer wieder geriet das Jahrhundertbauwerk ins Stocken, immer wieder drohte das Geld auszugehen. Bauunternehmer Louis Favre, gespielt von Carlos Leal, musste die Investoren stets von Neuem überzeugen und um mehr Mittel betteln. Einer dieser Investoren, ein sogenannt «Mächtiger vom Gotthard», wird von Eugen Hofer aus Kloten verkörpert.

Entscheidender Haarwuchs

Der 66-Jährige hatte sich auf ein Inserat gemeldet, in dem eine Castingagentur Statisten für das Filmprojekt suchte. Prompt wurde er engagiert. Für seine Rolle musste er sich einen Bart und die Haare wachsen lassen. «Als ich die Maskenbildnerin fragte, ob ich die überlangen Haare über den Ohren abschneiden könnte, meinte sie, dann könne ich nach Hause gehen», erinnert sich Eugen Hofer lachend. Den Bart trägt der pensionierte Koch auch heute noch.

Im Herbst 2015 haben die Dreharbeiten im Schloss Meggenhorn bei Luzern, das als Ku­lisse für das Zürcher Hotel Baur au Lac diente, stattgefunden. Ausgestattet mit Frack und Zylinderhut nahm Eugen Hofer an den Versammlungen der insgesamt sieben «Mächtigen» teil – an der Seite zweier bekannter Schweizer Schauspieler: Hans Peter Müller-Drossaart, der den Bundesrat Welti spielte, und Carlos Leal, der den Bauunternehmer Louis Fa­vre darstellte. Richtig kennen gelernt habe er die Schauspieler jedoch nicht, einzig mit Carlos Leal sei er etwas ins Gespräch gekommen.

Passende Mimik aufsetzen

Eugen Hofer selber hatte keine Sprechrolle, musste jedoch je nach Situation die passende Mimik aufsetzen, musste mal lachen, auslachen oder jemanden verpönen. Und wie bei Filmaufnahmen üblich, mussten die rund 100 Statisten am Drehort im Schloss zwischendurch lange warten, bis sie wieder zum Einsatz kamen. Dies habe ihn aber nicht gestört, sagt Hofer: «Ich bin mit vielen Leuten ins Gespräch gekommen.» Und das Essen, das ein Caterer lieferte, habe auch ­geschmeckt. Auch eine Gage hat der Klotener für seine Statistenrolle erhalten. Doch viel sei davon nicht übrig geblieben, denn er ­habe während der fünf Drehtage in Luzern in einem Hotel übernachten müssen. «Wegen des Geldes habe ich es auch nicht gemacht.» Viel wichtiger sei es für ihn als Alleinstehenden gewesen, dass er aus seinen vier Wänden heraus- und unter die Leute gekommen sei.

Seit seiner Rolle als «Mächtiger» im Film «Gotthard» stand Eugen Hofer bereits mehrere Male wieder vor der Kamera. Erst kürzlich wirkte er in einer Abschlussarbeit eines Filmstudenten mit. Weitere Aufträge stehen noch an. «Ich würde für einen Dreh sogar ins Ausland gehen», sagt Eugen Hofer.

Erstellt: 29.11.2016, 18:45 Uhr

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