Dielsdorf

Kulturpreis geht an den Dramatischen Verein

Nach der Derniere des Theaterstücks «Nöd ganz Hundert» wurde der Dramatischen Verein mit dem Kulturpreis Hansueli Senn ausgezeichnet.

Das Ensemble des Dramatischen Vereins nimmt den Kulturpreis sowie den Beifall des Publikums entgegen.

Das Ensemble des Dramatischen Vereins nimmt den Kulturpreis sowie den Beifall des Publikums entgegen. Bild: Olav Brunner

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Die Mehrzweckhalle Früebli war am Samstagabend wie an den sechs vorhergehenden Vorstellungen, bis auf den letzten Platz besetzt. Das Theaterstück «Nöd ganz Hundert» begeisterte das Publikum, Szenenapplaus blieb nicht aus. Nach der Vorstellung durfte die Präsidentin des Dramatischen Vereins, Hannelore Rietmann, den Kulturpreis Hansueli Senn in der Höhe von 10'000 Franken entgegennehmen.

Neben den jährlich sieben öffentlichen Vorstellungen bietet der Dramatische Verein zwei kostenlose Aufführungen für die Mitarbeitenden und betreuten Personen der Stiftung Vivendra und des Gesundheitszentrums Dielsdorf sowie für das Altersheim Wehntal an. Rietmann, die in der Aufführung eine Doppelrolle spielt und Regisseur Menf Rhyner unterstützte, äusserte sich nach der Preisübergabe auf der Bühne: «Ich bin sprachlos, stolz und dankbar über den Preis und die Anerkennung für unsere dreivierteljährige Probearbeit».

Hansueli Senn, ehemaliger Gemeindepräsident und während 38 Jahren Primarlehrer in Dielsdorf, unterstützte bereits zu Lebzeiten kulturelles Engagement. In seinem Testament verfügte der Kulturförderer, dass ein grosser Geldbetrag an die Gemeinde gehen soll, mit dem Auftrag, eine Stiftung zu gründen. Über eine lange Zeit soll die im letzten Jahr gegründete Stiftung jährlich einen Kulturpreis in der Höhe von 10'000 Franken an eine Person, einen Verein oder an eine Organisation vergeben werden, welche sich um die Kultur in Dielsdorf besondere Verdienste erworben hat. Bis zu seinem Tod 2015 verlieh Hansueli Senn seinen Preis jährlich persönlich, im Rahmen einer kleinen, würdigen Feier.

Grosse Theatertradition

Die Kulturkommission Dielsdorf ermittelt für die der Stiftung jedes Jahr drei Vorschläge von möglichen Preisgewinnern. Damit wird ausgeschlossen, dass persönliche Beziehungen der drei Stiftungsräte die Wahl beeinflussen. Bei der Übergabe des Preises gratulierte Stiftungspräsident Peter Tobler Schauspielern und Mitwirkenden des Vereins: «Ich wünsche ihnen weiterhin viel Tatkraft, Freude und Erfolg in ihrer sehr wertvollen Tätigkeit für das Dielsdorfer Kulturleben».

Für Tobler, ehemaliger Gemeindepräsident und Nachfolger von Hansueli Senn, sei es ein grosses Anliegen, eine breitgefasste Kultur in Dielsdorf zu unterstützen. Und Stiftungsrat Hanspeter Kasser fand es grossartig, dass dem Dramatische Verein der Preis zugesprochen und für die vielen Probestunden der Schauspielerinnen und Schauspieler belohnt werde.

Schon 1891 wurde in Dielsdorf eine Laienbühne gegründet. Heute ist das Team des Dramatischen Vereins während des ganzen Jahres mit dem Auswählen und Proben von Theaterstücken beschäftigt. Der Aufbau des Bühnenbildes, die Auswahl der Requisiten, Kostüme und die Technik erfordere ein grosses Engagement. Der Verein heisst Personen, die im lebendigen Team mitwirken möchten, jederzeit willkommen. Als Dank dürfen Schauspielerinnen, Schauspieler und Mitwirkende nach den Vorstellungen auf der Bühne den tosenden Applaus des Publikums entgegennehmen.

Erstellt: 26.11.2018, 13:57 Uhr

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