Buchs

Landverkauf scheitert auch im zweiten Anlauf

Die Stimmberechtigen wollen nicht, dass die Gemeinde zwei Grundstücke an private Investoren veräussert. Sie haben den Landverkauf mit 57 Prozent abgelehnt.

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Die Buchser haben ihre Meinung nicht geändert. Bereits an der Gemeindeversammlung im vergangenen November sagten sie Nein zum Verkauf zweier Grundstücke im Gebiet Wüeri. Weil ein Votant unmittelbar nach der Auszählung eine Urnenabstimmung forderte, kam das Geschäft nun auch noch an die Urne. Genützt hat es allerdings nichts: 691 Personen lehnten den Landverkauf ab, nur deren 522 sagten Ja. Die Stimmbeteiligung betrug 32,8 Prozent.

Gemeindepräsident Thomas Vacchelli zeigte sich nach Bekanntgabe des Resultats enttäuscht. «Es wäre eine einmalige Chance gewesen, doch am Schluss entscheidet der Stimmbürger», sagte er. Völlig unerwartet kam das Resultat für ihn nicht, denn sowohl die Rechnungsprüfungskommission als auch die die beiden Ortsparteien SVP und FDP empfahlen die Ablehnung. Grundsätzlich sei er aber froh, dass der Entscheid nun ein zweites Mal gefallen ist. «Es ging ja doch um 7,9 Millionen Franken.»

«Eine verpasste Chance»

Grundsätzlich halte die Gemeinde nun an ihrer ursprünglichen Strategie fest, die gemeindeeigenen Landstücke im Gebiet Wüeri im Baurecht abzugeben. Auch wenn bis jetzt vergeblich nach einem geeigneten Baurechtsnehmer gesucht worden sei. «Dadurch, dass die beiden Landstücke in Zukunft isoliert zwischen zwei bebauten Arealen liegen werden, ist die Situation aber sicher nicht einfacher geworden», sagte Vacchelli.

Enttäuscht zeigte sich auch Philippe Grunder. Der Architekt und Geschäftsleiter der Trade Tool AG hätte der Gemeinde die beiden Landstücke gemeinsam mit der R. Fuchs AG abgekauft. Denn die beiden Investitionsfirmen sind bereits im Besitz der Nachbarparzelle. «Wir haben damit rechnen müssen», sagte Grunder. «Es ist eine verpasste Chance. Nicht in erster Linie für uns, sondern vor allem für Buchs.»

Gebaut wird trotzdem

Geplant wäre es gewesen, dass die Investoren durch die zusätzlichen Landstücke eine grössere Fläche erhalten, die sie «ortsplanerisch sinnvoll zonieren und bebauen» hätten können. Vorgesehen waren 50 bis 55 Eigentumswohnungen und zusätzlich ein Gewerbe- sowie Dienstleistungszentrum. Zwar können die Pläne nun nicht wie gewünscht umgesetzt werden, realisiert wird das Projekt aber trotzdem – einfach im kleineren Stil und natürlich nur auf der Parzelle, die Bereits im Besitz der Investoren ist. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 10.02.2019, 16:26 Uhr

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