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Mehr Züge, aber länger warten

Der Fahrplanwechsel am 13. Dezem­ber bringt dem Wehntal den Halbstun­dentakt. Zum Ärger von drei Kantonsräten ­ fährt die S-Bahn aber früher und verpasst am Hauptbahnhof die Fernverkehrswelle.

Statt der S5/S55 fahren ab dem 13. Dezember die S9 und die S15 nach Rafz und Niederweningen.
Statt der S5/S55 fahren ab dem 13. Dezember die S9 und die S15 nach Rafz und Niederweningen.
ZVV

Nach Jahren des Wartens und vielen Versprechungen erhalten am 13. Dezember viele Bahnhöfe im Unterland den Halbstundentakt. Beispielsweise Nieder­glatt mit der S9, welche die S5 ersetzt und neu halbstündlich fährt. Davon profitieren auch Eglisau und das Rafzerfeld, die nicht mehr in Bülach umsteigen müssen. Zwischen Niederweningen und Oberglatt war das bisher auch nötig, nur jede Stunde fuhr die S5 direkt nach ­Zürich. Neu erhalten die Wehntaler Gemeinden, Dielsdorf und Nie­der­hasli eine eigene S-Bahn, die S15. Sie fährt halbstündlich, aber früher als zuvor die S5 und S55. Das führt dazu, dass die S15 auch früher am HB ankommt. Und die Pas­sa­giere dort länger auf die Fern­verkehrszüge warten müssen oder deren Abfahrt knapp verpassen. Das bemängeln die Kantonsräte Hans Egli (EDU, Stein­maur), Bar­bara Franzen (FDP, Nieder­weningen) und Christian Müller (FDP, Stein­maur) in einer Anfrage an den Regierungsrat. Sie sprechen von einer Wartezeit von bis zu 30 Minuten am Hauptbahnhof. Im «seit langem vom ÖV stiefmütterlich erschlossenen» Unterland bedeute das eine «wesentliche Ver­schlechterung für den Fernverkehr und damit das ÖV-Angebot», wie die Kantonsräte schreiben. Sie fragen den Regierungsrat nun, ob er davon Kenntnis hatte und weshalb das akzeptiert wurde. Sollte der Regierungsrat die Lage der Wehntaler übersehen haben, wollen die Kantonsräte wissen, ­ ob der Regierungsrat bereit ist, sich für eine Verbesserung der Anschlüs­se an die S15 einzusetzen und wann er die Fehlplanung korrigieren werde.

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