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Mit Burg und Schwert durch Zürich

Gekleidet in mittelalterliche Gewänder und inBegleitung einer Nachbildung der Altburg lief gestern Nachmittag eine Kindergruppe der Landzunft Regensdorf beim traditionellen Kinderumzug des Zürcher Sechseläutens mit.

Bei strahlendem Wetter und dicht gedrängten Besuchern passiert die Kindergruppe der Landzunft Regensdorf die Quaibrücke.
Bei strahlendem Wetter und dicht gedrängten Besuchern passiert die Kindergruppe der Landzunft Regensdorf die Quaibrücke.
Damaris Hohler

Ungeduldig warteten die 25 Kinder darauf, dass sie endlich loslaufen durften. Alle waren voller Vorfreude, ihre mit Blumen und Süssigkeiten gefüllten Körbchen zu leeren. Die Mädchen trugen lange rote Kleider und ein Kränzchen mit weissen Blumen, die Knaben waren in braunes Leder samt Hut und Plastikschwert gehüllt. Pünktlich um 14.30 Uhr begann der Umzug schliesslich: Der Kutscher schnalzte, die beiden Schimmel setzten sich in Bewegung und mit ihnen der ganze Wagen, der ausschliesslich einmal im Jahr beim Sechseläuten zum Einsatz kommt. Er trägt eine Nachbildung der Regensdorfer Altburg und dient den kleineren Kindern als ein Plätzchen zum Verschnaufen während des gut einstündigen Marsches. Der Kutscher Rolf Kürner ist Mitglied der Landzunft Regensdorf und fährt den Wagen nun schon seit 1975, drei Jahre nachdem die Regensdorfer Kindergruppe zum ersten Mal beim Umzug teilnahm. Im Jahre 1972 bekam die Landzunft Regensdorf nämlich durch die Kontakte einer Zünfterfrau eine einmalige Einladung für die Teilnahme am Kinderumzug. Nachdem sie das darauffolgende Jahr wiederum eingeladen wurde, ist nun jedes Jahr eine Kindergruppe aus Regensdorf vertreten, mittlerweile jedoch mit einem Aufgebot anstelle einer Einladung.

Teilnehmerzahl wegen Ferien bedeutend kleiner

Mitmachen für die Landzunft Regensdorf dürfen alle interessierten Kinder aus dem Furttal zwischen vier und zwölf Jahren, einzige Bedingung ist eine ausreichende Kondition für den einstündigen Marsch. Dieser startet beim Stadthausquai, führt über die Quaibrücke zum Limmatquai und endet schliesslich im Kongresshaus, wo die Kinder einen Zvieri sowie ein «Bhaltis» zur Erinnerung erhalten. Nehmen bei der Kindergruppe Regensdorf normalerweise zwischen 50 und 60 Kinder teil, war die Gruppe in diesem Jahr aufgrund der Ferienzeit mit 25 Teilnehmern bedeutend kleiner.

Der achtjährige Nick Schürcher ist schon zum dritten Mal dabei – zusammen mit seiner Mutter, die als sogenannter «Chäfer» mitläuft. Diese Umzugsbegleiter stammen aus einer Zünfterfamilie und sind an ihrer dunklen Kleidung und am Foulard mit Käfermotiv erkennbar. «Der Hut gefällt mir am besten.», meint der Knabe stolz. «Und auch das Thema Ritter und Mittelalter finde ich toll!» Seine Zeltli müsse er aber noch etwas aufsparen, da Cousin und Cousine sowie ein Kollege am Strassenrand auf ihn und sein Körbchen warteten.

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