Steinmaur

Nach der Reise ist vor der Reise

Im Orchideenhaus findet am Berchtoldstag der Spaghettiplausch zugunsten der Blindenschule Lhasa statt. Zum Essen zeigen Gastgeber Daniel und Esther Müller Bilder der letzten China-Reise, welche nach Tibet und in den Süden des Landes führte. Im nächsten Oktober steht Zentralchina auf dem Programm.

Tibetische Gebetsfahnen über einem buddhistischen Kloster in der Nähe des Meili-Gebirges.

Tibetische Gebetsfahnen über einem buddhistischen Kloster in der Nähe des Meili-Gebirges. Bild: zvg

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Die Grossfamilie Müller ist mit ihren Betrieben längst nicht mehr nur in Steinmaur bekannt. Die Biolandwirtschaftsprodukte werden an die Migros geliefert und auch im eigenen Hofladen verkauft. Die Engadinerschafe sind im März der Mittelpunkt des Schafschuur-Fests. Und im Orchideenhaus finden Ausstellungen und Anlässe statt, so auch das jährliche Spendenessen zugunsten der Blindenschule im tibetischen Lhasa – das nächste diesen Montag, 2. Januar, um 16 Uhr.

Gastgeber Daniel und Esther Müller werden dann Bilder der letzten China-Reise zeigen, bei welcher Daniel Müller eine Gruppe Schweizer durch den Südosten des Reichs der Mitte führte. Von Zürichs Partnerstadt Kunming ging es über die Provinz Yunnan und die Bierbrauerei eines Tibet-Schweizers in Shangri-La nach Tibet zur Blindenschule, die 1998 von der Deutschen Sabriye Tenberken gegründet wurde.

Die Vermischung von bekannten Sehenswürdigkeiten, chinesischer Kultur und sozialen Projekten zeichnet die China-Reisen von Müllers aus. Nach dem Schwerpunkt Tibet in diesem Jahr wird es 2017 nach Zentralchina gehen.

Unkraut ist auch Heilpflanze

Die Müllers pflegen seit über 20 Jahren gute Beziehungen zurchinesischen Botschaft in der Schweiz. Entstanden waren diese, als ein chinesischer Musiklehrer bei Müllers Sumpfkresse entdeckte. Hier als Unkraut verpönt, gilt es in der chinesischen Medizin als Heilpflanze. Die chinesische Botschaft schickte zwei Busse mit Mitarbeitenden, welche die Sumpfkresse pflückten. Es entstand eine langjährige Freundschaft, bei der Müllers für offizielle Anlässe nach Bern eingeladen werden oder Besucher aus Fernost in Steinmaur das Schweizer Brauchtum erleben.

So reiste der chinesische Botschafter schon extra aus Bern an, um die Weihnachtsausstellung im Orchideenhaus anzuschauen. 2010 herrschte gar riesiger Wirbel rund um den Hof der Müllers, als der damalige chinesische Parlamentspräsident Wu Bangguo zu Besuch kam. Ein Konvoi mit Motorrädern und Panzerfahrzeugen fuhr den hochrangigen Politiker nach Steinmaur, Helikopter kreisten über dem Hof.

Letztes Jahr empfingen die Müllers eine Delegation von Politikern und Landwirtschaftsexperten aus der Provinz Hubei, welche in Steinmaur mehr über die biologische Produktion erfahren wollte.

Flussfahrt und Tonsoldaten

Hubei ist im nächsten Oktober nach dem Start in Shanghai der zweite Etappenort auf Müllers China-Reise. Von Yichang aus geht es auf dem grössten Fluss Asiens, dem Jangtse, zum gigan­tischen Drei-Schluchten-Staudamm. Es ist das grösste Wasserkraftwerk der Welt, kam aber aufgrund der erzwungenen Umsiedlung von Millionen Menschen und der Auswirkungen des 600 Kilometer langen Stausees in die Kritik.

In Chengdu steht danach der Besuch einer Panda-Aufzuchtstation auf dem Programm. In Yangshuo gibt es einen Kochkurs, eine Flossfahrt auf dem Yulong-Fluss sowie den Besuch bei einer Bauernfamilie. Auf der Fahrt nach Longsheng wird eine Teeplantage besichtigt. Der zweitletzte Stopp der Reise ist Xian, wo die bekannte Terrakotta-Armee aus Tonsoldaten das Grab des ersten Kaiser Chinas, Qin Shihuangdi, bewacht.

Zum Abschluss der 18-tägigen Reise wird die Hauptstadt Peking besucht inklusive der grossen Mauer, des Himmelstempels, der Verbotenen Stadt und des Tiananmen-Platzes.

Erstellt: 30.12.2016, 11:05 Uhr

Die letzte China-Reise führte in die Bierbrauerei Shangri-La eines Tibet-Schweizers.

Infobox

Spendenessen am Montag, 2. Januar, um 16 Uhr im Orchideenhaus Steinmaur. Preis 30 Franken für Spaghettiplausch mit Salat und Dessert sowie Fotoabend. Der Erlös geht an die Blindenschule in Lhasa. Anmeldung und weitere Infos zur China-Reise bei Daniel undEsther Müller, 044 853 32 36,esthermuellerpini@gmail.com.

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