Surfpark

Nun sind die Initianten des Surfparks gefordert

Der geplante Surfpark in Regensdorf hat am Montag die erste politische Hürde souverän gemeistert. Nun liegt der Ballbei den Initianten. Sie müssen einen Gestaltungsplan ausarbeiten, der im Dezember wiederum genehmigt werden muss.

1084 Stimmberechtigte kamen zur Gemeindeversammlung im Hotel Mövenpick in Regensdorf. Das ist ein neuer Rekord.

1084 Stimmberechtigte kamen zur Gemeindeversammlung im Hotel Mövenpick in Regensdorf. Das ist ein neuer Rekord. Bild: Michael Caplazi

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Als das Abstimmungsresultat verkündet wurde, brachen bei den Initianten des Surfparks alle Dämme. Sie haben das Projekt vor sieben Jahren ins Leben gerufen und waren an der Gemeindeversammlung von Regensdorf zum zuschauen verdammt. Pascal Brotzer, Gründer und Präsident des Vereins waveup sowie Verwaltungsratsmitglied der waveup creations AG, stand mit seinen Kollegen ganz hinten im Kongresssaal des Hotels Mövenpick. Die rund 1100 Stühle waren allesamt von Stimmberechtigten besetzt. Er sagt: «Es war eine absolute Berg- und Talfahrt der Gefühle.» Der Moment als die Stimmberechtigten bei der Abstimmung aufstreckten werde er wohl nie wieder vergessen. «Es war sehr emotional.»

Harte Gangart

Dass dann doch rund 400 Leute gegen die Umzonung und somit auch gegen den geplanten Surfpark gestummen haben, überrascht Pascal Brotzer nicht: «Wir haben mit Gegenstimmen gerechnet.» Bereits bei der ersten Wortmeldung sei er aber erschrocken über die teils heftigen Anschuldigungen. «Ich fragte mich, ob das an jenem Abend wirklich das Niveau sein wird.» Glücklicherweise ging es danach mit wenigen Ausnahmen anständig zu und her.

Die Regensdorferinnen und Regensdorfer sprachen sich am Montagabend mit 646 Ja- zu 392 Nein-Stimmen klar für die Umzonung aus. Diese ist Grundvoraussetzung für die nächsten planerischen Schritte des Surfparks. Gemeindepräsident Max Walter, seinerseits ebenfalls Befürworter des Projekts, sagt dazu: «Die Gemeinde muss im Moment nicht viel machen. Nun sind die Initianten gefragt, um das Ganze zu verfeinern und auszuarbeiten.» Konkret müssen sie einen Gestaltungsplan erstellen, der danach vom Kanton geprüft wird und von der Gemeindeversammlung im Dezember wiederum abgesegnet werden muss. Pascal Brotzer von waveup führt aus: «Jetzt machen wir uns an die Detailplanung. Das heisst, wir müssen zum Beispiel genau planen wo welcher Baum oder wo welche Skater-Rampe stehen wird.»

Wellenhersteller suchen

Zuerst suchen die Surfpark-Initianten nun aber nach einem geeigneten Wellenhersteller. «Der Surfsee ist ja das Herzstück unseres Parks», sagt Brotzer. Die Technik zur Herstellung von künstlichen Wellen hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt und befindet sich nun auf einem guten Niveau. «Wir wollen eine Anlage, die auch in einigen Jahren noch zu den besten gehört, darum beschäftigen wir uns in den nächsten Tagen sehr intensiv mit diesem Thema.» In zwei Wochen will waveup dann publik machen, für welchen Hersteller man sich entschieden hat.

Erstellt: 26.03.2019, 18:37 Uhr

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