Zum Hauptinhalt springen

Oberglatter Störche richten sich im neuen Horst ein

Nach der emotionalen letzten Woche um das Storchenpaar gibts jetzt Grund zur Hoffnung: Die beiden Tiere haben Äste ins neue Nest gelegt und sich gepaart.

Die Oberglatter Störche arbeiten jeden Tag mehrere Stunden am Bau des neuen Horsts.

Mitten in der Brutzeit verlor ein Storchenpaar, das seit Jahren an der Kaiserstuhlstrasse in Oberglatt brütet, seinen Horst. Am vergangenen Mittwoch fällte der Besitzer des Grundstückes die alte Pappel, die den beiden Störchen ein Zuhause bot. Im Dorf sorgte das für Wirbel – bei Monika Henggi so sehr, dass sie sich kurzerhand entschloss, auf ihrem Grundstück und nur 15 Meter vom einstigen Nest einen Ersatzhorst aufzustellen. «Das Ganze ging mir einfach nahe», sagte sie.

Von der Idee zur Umsetzung vergingen nur 49 Stunden: Am Freitag wurde der zehn Meter hohe Föhrenstamm samt Plattform aufgebaut. Unklar war indes, ob die Störche das neue Zuhause auch annehmen würden – sie verfolgten das Geschehen von den Hochspannungsleitungen aus.

Am Samstagmorgen dann aber die Überraschung: «Als ich am frühen Morgen die Zeitung holen wollte, habe ich die beiden auf dem neuen Horst entdeckt und fast geweint vor Freude», erzählte Henggi gestern am Telefon. Bis gestern haben die Störche jeden Tag mehrere Stunden im Nest verbracht, Äste reingesteckt und sich gepaart. «Wir können jetzt die Hoffnung höherschrauben, dass sie bleiben.»

Brutbeginn meist Ende März

Ob die Oberglatter Störche bereits im ehemaligen Nest Eier abgelegt hatten, weiss man nicht – falls ja, wäre die Fällung der Pappel rechtswidrig gewesen. In der Storchensiedlung in Steinmaur wurden bereits Eier gefunden, was nahelegt, dass dies auch in Oberglatt der Fall war. Die Abklärungen hierfür laufen.

Allgemein sind die Störche dieses Jahr ausserordentlich früh dran: Liegt die Zeit des Brutbeginns normalerweise im April, haben heuer einige Tiere bereits Anfang Januar die Horste im Neeracherried und in Steinmaur besetzt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch