Firmenporträt

Online-Einkauf lässt auch Zusteller DPD boomen

Das immer beliebtere Onlineshoping lässt die Paketflut stetig ansteigen. Mit grossem Aufwand erreicht die Firma DPD in ihrem Buchser Verteilzentrum, dass Pakete ihre Empfänger rechtzeitig erreichen.

Die weissen DPD-Zustelltransporter gehören auch im Unterland inzwischen zum Postalltag.

Die weissen DPD-Zustelltransporter gehören auch im Unterland inzwischen zum Postalltag. Bild: bru

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Heute klingeln nicht mehr nur Postboten an den Haustüren, um ein Paket abzuliefern. Seit der Aufhebung des schweizerischen Paketpost-Monopols im Jahr 2004 können sich auch private Gesellschaften um eine Konzession zur Beförderung von Paketen bewerben. 2010 siedelte sich die Firma DPD im Furttal an und eröffnete im Industriegebiet von Buchs ein Verteilzentrum und ihren Hauptsitz.

Neben der gelben Post ist DPD der grösste private Paket-Lieferdienst in der Schweiz, mit einem Marktanteil von zehn Prozent.Gegründet wurde DPD 1976 als ehemaliger Deutscher Paket-Dienst. Heute ist das Unternehmen in über 40 Ländern tätig. In Europa bedient der Dienstleister alle 28 EU-Mitgliedstaaten. Seit eineinhalb Jahren leitet Tilmann Schultze DPD Schweiz und gestattete einen Einblick in das Verteilzentrum Buchs.

Schultze arbeitete vor seinem Einsatz im Furttal während zehn Jahren für die DPDgroup in Paris. Mit dem Standort Buchs ist der CEO zufrieden: «Die Lage ist geografisch gut gelegen und nicht sehr weit von einem idealen Standort entfernt, um die Region und elf kleinere Verteilzentren in der Schweiz zu bedienen.»

In erster Linie Kleider,Schuhe und Bücher

Täglich verarbeitet der Betrieb in Buchs durchschnittlich 65 000 Pakete, um die Weihnachtszeit herum sind es noch einige tausend mehr. Weltweit befördert die DPDgroup rund 3,6 Millionen Sendungen – pro Tag. In grossen Containern erreichen die Pakete das Buchser Verteilzentrum. In einer Halle leiten unzählige Förderbänder die bis zu maximal 31,5 Kilogramm schweren Gebinde den Abholstationen zu, wo die Strassentransporter andocken. Defekte oder mit unlesbaren Etiketten versehenen Pakete werden automatisch ausgesondert und durch Spezialisten behandelt.

Sensoren verfolgen jedes Paket auf dem Weg in die Verteiltransporter. Das Geschäft mit dem Paketversand boomt. Vor allem jüngere Konsumenten kaufen immer häufiger online ein. Für ältere Kunden, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist der Onlineeinkauf eine Erleichterung. DPD liess mit einer umfassenden Umfrage das Einkaufsverhalten untersuchen. So sind es in erster Linie Kleider, Bücher und Schuhe, die via Internet eingekauft werden.

In den letzten Jahren bewältigte DPD Schweiz eine durchschnittliche Zunahme des Paketvolumens von 5,6 Prozent. Im Betrieb Buchs arbeiten 100 Personen, schweizweit sind rund 300 Mitarbeitende bei DPD beschäftigt. Dazu kommen externe Transporteure für die Hauslieferungen.

Wer ein Paket erwartet und nicht zuhause ist, kann die Lieferung an eine Pickup-Station senden lassen. In den meisten grösseren Ortschaften sind solche Abholmöglichkeiten, meist in lokalen Läden, eingerichtet. Damit die Kunden ihre Pakete rechtzeitig erhalten, ist eine aufwendige, digital gesteuerte Logistik notwendig. Die Verteilrouten sind so geplant, dass möglichst wenig Fahrkilometer entstehen. Jederzeit weiss DPD, wo sich eine Sendung befindet und auch die Kunden können sich via Internet über den aktuellen Standort ihres Paketes informieren.

Drohnen oder Schliessfächer als Zukunfstvision

Ceo Tilmann Schultze sieht der Zukunft mit Optimismus entgegen: «Onlineshopping wird weiter zunehmen. Und wir arbeiten an mehreren Projekten, um den Kundenservice auszubauen und Start-Up-Unternehmen zu unterstützen.»

In Frankreich laufen bereits Versuche mit Paketzustellungen durch Drohnen. Geplant ist die Installation von Schliessfächern, beispielsweise bei Bahnhöfen. Dort können Paketempfänger die Fächer mittels eines übermittelten Codes auf das Handy öffnen und ihre Sendung abholen. Grossen Wert legt DPD laut eigenen Aussagen auf die Vermeidung von CO2-Ausstoss. Mit einem umfassenden Programm versuche das Unternehmen, auch durch Kompensationsmassnahmen, den Betrieb CO2-neutral zu halten.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 29.06.2017, 15:32 Uhr

Infobox

www.dpd.com/ch

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben