Wahlfragebogen

«Parallelimporte dürfen nicht behindert werden»

Unterländer Nationalratskandidaten und -kandidatinnen stehen dem «ZU» Red und Antwort. Heute stellt sich Michael Stolz (Piratenpartei Schweiz) aus Oberhasli unseren Fragen.

Michael Stolz (Piratenpartei Schweiz) aus Oberhasli will in den Nationalrat.

Michael Stolz (Piratenpartei Schweiz) aus Oberhasli will in den Nationalrat. Bild: pd

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Wie soll sich der Flughafen Zürich-Kloten entwickeln? Sind die Pistenverlängerungen nötig? Wie kann der Fluglärm gerecht verteilt werden?
Michael Stolz: Der Flughafen hat eine ausreichende Grösse, um die Bedürfnisse abzudecken, und ein weiteres Wachstum ist zurzeit nicht notwendig. Die Pistenverlängerungen können Betriebsabläufe verbessern und die Betriebssicherheit erhöhen, deshalb machen sie potenziell Sinn. Ich wohne im Westen des Flughafens, welcher circa 70 Prozent der Starts aufnimmt, und bezweifle, dass es so etwas wie eine gerechte Lärmverteilung überhaupt gibt. Die optimale Lösung ist jene, welche möglichst wenig Anwohner mit Lärm belastet.

Im Zürcher Unterland – besonders im Glattal – sind Verkehrsstaus inzwischen an der Tagesordnung. Wie kann das Problem gelöst werden?
Zum einen sollte der ÖV weiter ausgebaut werden, zum anderen sollten die Pendlerströme minimiert werden. Moderne Arbeitsmodelle, zum Beispiel Homeoffice, können dazu beitragen. Die Technologie ist vorhanden, wird leider zu wenig genutzt. Es könnten steuerliche Anreize geschaffen werden, damit Unternehmen die Möglichkeiten dafür ausbauen. Mehr bezahlbarer Wohnraum in der Stadt Zürich könnte Pendlerwege verkürzen, indem sich mehr Arbeitnehmer eine Wohnung in der Nähe ihrer Arbeitsplätze leisten könnten.

Der Schweizer Einkaufstourismus jenseits der deutschen Grenze schadet dem hiesigen Gewerbe. Wie kann Abhilfe geschaffen werden?
Die Konsumenten kaufen in Deutschland ein, weil sie das exakt gleiche Produkt viel günstiger kaufen können. Die höheren Preise lassen sich nicht alleine durch die höheren Lohnkosten in der Schweiz erklären, da auch im Ausland produzierte Produkte zu teuer verkauft werden. Den grössten Anteil haben künstlich hoch gehaltene Einkaufspreise und überhöhte Margen. Als Gegenmassnahmen sollte der Preisüberwacher mehr Einfluss nehmen können, und Parallelimporte dürften nicht behindert werden. (red)

Erstellt: 02.10.2015, 16:07 Uhr

Die politische Positionierung von Michael Stolz.

Mit dem Wahlfragebogen gibt der «Zürcher Unterländer» einer Auswahl von gut platzierten Unterländer Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen vom 18. Oktober die Möglichkeit, Stellung zu aktuellen Unterländer Themen zu beziehen.

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