Firmenporträt

Präzision heisst der Weg zum Erfolg

Seit bald 70 Jahren stellt die Firma Big Kaiser in Rümlang Werkzeuge von höchster Präzision her. Am 1. März übernahmder Japaner Taku Ichiidie Geschäftsführung des Unternehmens mit einer weltweiten Präsenz.

Der neue Geschäftsführer Taku Ichii präsentiert eines der hochpräzisen Werkzeuge von Big Kaiser.

Der neue Geschäftsführer Taku Ichii präsentiert eines der hochpräzisen Werkzeuge von Big Kaiser. Bild: Olav Brunner

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Die Firmengeschichte der Big Kaiser begann 1948. Der 23-jährige Heinz Kaiser beschloss, sich selbstständig zu machen. Er stellte eine kleine Schäublin-Drehbank in das Wohnzimmer seiner Eltern und produzierte Drehteile, gar nicht zum Gefallen seiner Mutter. Also beschloss der junge Unternehmer, in eine Rümlanger Werkstätte zu zügeln. Durch unermüdlichen Fleiss und Präzision florierte der Betrieb – das KMU entwickelte sich zu einem internationalen Unternehmen. Heute stellt die Firma Big Kaiser Präzisionswerkzeuge her, die es ermöglichen, Werkstücke bis auf einen Tausendstelmillimeter Genauigkeit herzustellen.

Diese hohe Präzision wird vor allem in der Uhrenindustrie gefordert. 20 Prozent der Produktion aus Rümlang bleiben in der Schweiz, die Hälfte davon wird in der Uhrenindustrie benötigt. Seit 40 Jahren bezieht zum Beispiel die Messerfabrik Victorinox im Schwyz Werkzeuge von Big Kaiser und in den Flugzeugwerken Pilatus in Stans werden Flugzeugteile mit den hochpräzisen Bohrern und Fräsköpfen aus Rümlang hergestellt.

Seit 1980 arbeitet Big Kaiser mit der japanischen Firma Big Daishowa Seiki zusammen. Beide Produktionsbetriebe stellen über 20 000 verschiedene Werkzeuge und Messgeräte her. Von zwei Vertriebsstandorten in Deutschland und den USA werden die Produkte aus Rümlang in Europa und Amerika verkauft. In Rümlang selber sind 100 Mitarbeitende mit der Entwicklung und Produktion von Werkzeugen beschäftigt. Grosses Gewicht legt die Firma Big Kaiser auf die Ausbildung von Nachwuchsfachkräften. Seit 24 Jahren betreut Toni Schüpbach zehn Lernende: «Ich erlebe jeden Tag viele spannende Momente zusammen mit den jungen Erwachsenen.»

Zunehmende Digitalisierung

Auf einem Rundgang durch die Produktionswerkstätten, begleitet von David Stucki, Leiter Marketing und Kommunikation, fällt die zunehmende Digitalisierung des Maschinenparks auf. Roboter stellen die kompliziertesten Teile her. «Wir produzieren mit unseren Werkzeugen andere Werkzeuge, die weltweit Absatz finden», erklärt er die Prozesse im Produktionsgebäude und weist auf einen wichtigen Vorteil hin. «Von der Entwicklung bis zu den fertigen Produkten und dem Versand geschieht alles in einem Haus. Dadurch können wir auf spezielle Kundenwünsche spontan reagieren.»

Auf den 1. März verliess Geschäftsführer Peter Elmer seinen Posten. Er hatte entscheidend zum Aufbau des Unternehmens beigetragen und war treibende Kraft hinter dem Einstieg in die Softwareentwicklung und die Herstellung elektronischer Peripheriegeräte. «Ich bin stolz, meinem Nachfolger ein Weltklasseunternehmen zu übergeben, einen echten Technologie- und Marktführer im Bereich Präzisionswerkzeuge», weist Elmer auf den bevorstehenden Wechsel in der Geschäftsleitung hin.

Im Jahr 2015 hat sich die Kaiser Präzisionswerkzeuge AG mit Big Daishowa Seiki Co. Ltd. zusammengeschlossen. Das japanische Familienunternehmen beschäftigt weltweit 900 Mitarbeitende. Als neuer Geschäftsführer leitet seit dem 1. März der 38-jährige Taku Ichii den Betrieb in Rümlang. Er kennt die dortige Produktionsstätte seit vier Jahren. Sein Vorgänger Elmer arbeitete in diesen vier Jahren mit Taku Ichii eng zusammen und ist überzeugt: «Er wird das Unternehmen hervorragend führen.»

Taku Ichii hat sich in der Schweiz gut eingelebt, trotz der grossen Unterschiede zwischen der japanischen und der schweizerischen Kultur. Er bestätigt: «Ich will die Firma Big Kaiser im bisherigen Stil weiterführen und auf Erfolgskurs halten.»

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 08.03.2017, 11:22 Uhr

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