Steinmaur

Publikum erlebt die Entstehung von Kunstwerken mit

Neun Kunstschaffende lassen sich am zweiten Kunstsymposium im Steinbruch bei der Arbeit über die Schulter schauen. Höhepunkt ist die Aktion von Charlène Chemin aus Frankreich, die einen Bronzeguss ausführt.

Ruedi Moesch (v.l), Adrian Bütikofer und Lina Lindgren geben neben anderen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen.

Ruedi Moesch (v.l), Adrian Bütikofer und Lina Lindgren geben neben anderen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Bild: Balz Murer

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Gemäss dem Veranstaltungsteam des zweiten Kunstsymposiums im Steinmaurer Steinbruch soll etwas von der Faszination, die die Künstlerinnen und Künstler für ihre Arbeit empfinden, auf das Publikum übergehen. Nachdem die erste Auflage 2016 ein grosser Erfolg war, entschloss sich der Verein Ateliers und Skulpturenpark Steinmaur, wieder einen solchen Anlass zu organisieren. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Werkplätze auf dem Areal zu erhalten und den Skulpturenpark weiter auszubauen.

Kulturelle Vielfalt fördern

Die Vereinsmitglieder engagieren sich dafür, ein kultureller Begegnungsort im Zürcher Unterland zu sein und einen Beitrag zur Förderung der kulturellen Vielfalt in der Region zu leisten. Neben den regelmässigen Anlässen wie Frühlingsfest und Kunstsymposien werden alle zwei Jahre Gastkünstler eingeladen, deren Werke den Skulpturenpark bereichern.

Auch die Kulturkommission der Gemeinde Steinmaur unterstützt die Durchführung des zweiten Symposiums, um einen Beitrag zur Förderung eines abwechslungsreichen Kultur-Angebots zu leisten. «Ohne die zusätzlichen zahlreichen Sponsorenbeiträge von Firmen und Privaten wäre so etwas gar nicht möglich», sagt Adrian Bütikofer, Mitglied des Vereins und federführend bei der Organisation der Anlässe.

Verschiedene Künstlerinnen und vier Künstler sind auf dem Vereinsgelände tätig. Seit Mai stellen zudem zwei Gastkünstlerinnen ihre Skulpture n für ein Jahr im Park aus. Zwei weitere Kunstschaffende aus Frankreich stossen für das Symposium noch dazu.

Bronzeguss unter freiem Himmel

Charlène Chemin aus Frankreich wird am Donnerstag, 5.?September, einen Bronzeguss unter freiem Himmel ausführen, nachdem sie die Tage davor alle Vorbereitungsarbeiten gemacht hat. Erst nach dem Auspacken des ausgekühlten Rohlings zeigt sich, ob das Werk gelungen ist und der Abguss dem Original entspricht.

Das Publikum kann vom 1. bis 7.?September die Arbeit der Skulpturenkünstler direkt vor Ort mitverfolgen. «Wir müssen uns etwas einfallen lassen, das in so kurzer Zeit fertig wird», sagt Line Lindgren, die ihr Atelier im Skulpturenpark hat. Manchmal müssten sie auch nach dem offiziellen Arbeitsschluss noch weitermachen, um am Ende der Woche ein Resultat vorweisen zu können.

Adrian Bütikofer wird ein Stück eines Lindenbaumstamms mit der Motorsäge bearbeiten und das Publikum an der Entstehung eines Kunstwerks teilhaben lassen. Alle, die am Symposium mitmachen, sind professionelle Künstlerinnen und Künstler, die ihre Objekte bereits an verschiedenen Orten im In- und Ausland ausgestellt haben.

Am Eröffnungstag findet eine Führung durch die Arbeitsplätze im Skulpturenpark statt. Von Montag bis Freitag arbeiten die Frauen und Männer an ihren Werken. Beim «Ausklang» von 18 bis 19 Uhr besteht für die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich mit den Künstlerinnen und Künstlern auszutauschen.

Am Samstag, 7. September, findet um 17 Uhr die Finissage statt. Die Kunsthistorikerin Annegret Diethelm aus dem tessinerischen Cevio führt durch die neuen Kunstwerke.

Alle Infos zum Kunstsymposium finden Sie hier: Link

Erstellt: 25.08.2019, 15:12 Uhr

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