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Rasenmäher-Rennen lockte Massen an

Trotz Regenwetter war der 1. Internationale Roadrunner-Cup des Rasicross-Vereins ein Riesenerfolg. 33 Teilnehmer gaben auf umgebauten Rasenmähertraktoren alles.

Bettina Frei, hier im Sprintrennen der Damen, war eine der 33 Teilnehmer des Roadrunner-Cups in Niederhasli.
Bettina Frei, hier im Sprintrennen der Damen, war eine der 33 Teilnehmer des Roadrunner-Cups in Niederhasli.
Sibylle Meier
Manuela Camenzind startete mit der Nr. 43 ins Sprintrennen der Damen.
Manuela Camenzind startete mit der Nr. 43 ins Sprintrennen der Damen.
Sibylle Meier
Thomas Blaser aus Neerach hat das Sprintrennen gewonnen
Thomas Blaser aus Neerach hat das Sprintrennen gewonnen
Sibylle Meier
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Was war das für ein Motorenlärm am Samstag auf dem Bauernhof an der Feldhofstrasse in Niederhasli. Bald veränderten sich Teile der Wiese auf der 670 Meter langen und kurvigen Rennstrecke in eine Dreckpiste. Schuld daran waren für den Rennbetrieb umgebaute Aufsitzrasenmähertraktoren und deren Fahrerinnen und Fahrer. Diese kämpften sich bei Tempi von bis zu 45 Stundenkilometern über die Piste.

Handyvideo: Ghislain Fink

Veranstalter des Anlasses war der zehnköpfige Verein Rasicross Team Roadrunner aus Niederhasli, der am Samstag vor Ort den 1. Internationalen Roadrunner-Cup durchführte. 21 Männer und 12 Frauen aus der Schweiz, Deutschland und Luxemburg massen sich über den ganzen Tag verteilt in Sprint- und Ausdauerrennen, während sie am Pistenrand von Hunderten von Schaulustigen angefeuert wurden.

1000 Besucher am Anlass

Vorstandsmitglied von Rasicross Team Roadrunner Fabian von Allmen und seine Vereinskollegen waren von den Besucherzahlen positiv überrascht. Schon am Nachmittag fingen die Essensvorräte und das Bier an auszugehen, weshalb kurzfristig Nachschub organisiert werden musste: «Mit so vielen Besuchern haben wir nicht gerechnet. Wir hatten Essen für etwa 800 Leute und 600 Liter Bier ausgeschenkt.

Entweder essen alle für zwei oder es sind viel mehr Besucher da», sagte der Dielsdorfer am Nachmittag. Schliesslich war die Rede von 1000 Besuchern. Im Festzelt und am Bieranhänger tummelten sich trotz Regen am Nachmittag die Rasicross-Fans und solche die es werden wollten. Alle waren sie fasziniert vom Sportsgeist der Fahrer in den Rennen. Die Männer bewiesen in drei separaten Sprintrennen à 17 Minuten ihre Fähigkeiten auf den Rasicrossmaschinen, die Damen hatten zwei Chancen à 10 Minuten, um so viele Runden wie möglich zu machen.

Letztes Rennen gemischt

In der Frauenkategorie gewann am Schluss Tatjana Birrer aus Hombrechtikon. Sie ist seit Jahren Mitglied beim Trotti Club Züri Oberland. «Professionelle» Fahrerinnen waren aber eine Seltenheit am Cup, erklärte von Allmen: «In der Schweiz haben wir nicht so viele Frauen in Rasicrossvereinen, heute sind drei in anderen Teams. Die übrigen neun Frauen haben letzte Woche zum erstem Mal hier trainiert.»

Bei Männern sah das anders aus. Nebst dem amtierendem Weltmeister Bob Koedinger aus Luxemburg hat auch das lokale Rasicross-Team schon Erfolge verbucht, nur nicht am eigenen Rennen. Am Samstag gewann nämlich Adrian Betschart aus Oberhallau. Lokalmatador Thomas Blaser aus Neerach gewann zwar das zweite Sprintrenner, schaffte es aber nicht das Resultat zu halten. «Im dritten hat es mich im Zweikampf überschlagen. Das hätte nicht sein müssen», sagte er etwas enttäuscht. Denn er weiss, wie man gewinnt: «Letztes Jahr am 24-Stunden-Rennen in Frankreich wurden wir Schweizer zweite», sagte er.

«Ein solches Rennen testet die Grenzen und ist ein grosser Reiz.» Aber auch das Ausdauerrennen über 2 Stunden und 17 Minuten, bei dem Frauen und Männer auch zusammen antreten durften, hatte es in sich. «Ich habe es mal allein gefahren, aber heute wechsle ich mich ab», meinte Blaser. Am Ende gewann erneut Adrian Betschart zusammen mit Simon Hunziker.

Zwischen den Rennen konnten Fans und vor allem begeisterte Kinder in der offenen Boxergasse Fotos schiessen und die Monstermäher aus der Nähe bestaunen. Für Organisator von Allmen ist klar, dass er auf eine Fortsetzung hofft: «Wir brauchen aber nächstes Jahr eine neue Wiese, da diese bald bewirtschaftet wird.»

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