Regensberg

Schlosshof ist auch ein Spielparadies

Bereits zum 28. Mal hat am Wochenende das Sommerfest der Stiftung Schloss Regensberg stattgefunden. Hunderte von Besuchern haben sich am Traditionsanlass eingefunden.

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Der Platz rund um das Ponyreiten präsentiert sich am Samstagnachmittag dicht bevölkert. Zahlreiche Kinder und Jugendliche nutzen die vielen Attraktionen, welche das Regensberger Sommerfest zu bieten hat. Die Kleineren werden von ihren Eltern aufs Pony gesetzt und reiten stolz ihre Runden, die älteren Kinder springen auf der Hüpfburg herum oder lassen sich in das Aerotrim einspannen. Das ist ein sich auf alle Seiten drehendes Rad. Und beim Bull-Riding wagen sich Jungen und Mädchen auf den wilden, mechanischen Stier. Gemächlicher geht es bei den diversen Geschicklichkeitsspielen oder im Speckstein-Altelier zu und her.

Viele Familien kommen jedes Jahr eigens für diesen Anlass nach Regensberg, manche sind als Kinder selber schon auf den Ponys geritten und sehen jetzt wie ihre eigenen Kinder sich vergnügen, weiss Schulleiter Rhainer Perriard zu berichten. «Ich denke, genau das macht unser Fest aus», erklärt er den Traditionsanlass. «Wir bieten Altbewährtes an. Die Eltern wissen, was sie und ihre Kinder erwartet.» So komme auch schon mal Nostalgie auf. Dieses Jahr fehlt aber die Kletterwand. «Wir mussten sie aus Sicherheitsgründen demontieren. Dafür haben wir neu den Stand Hau-den-Lukas, mit verschieden schweren Hämmern.» Neben einem feinen kulinarischen Angebot von Risotto über Fischknusperli bis zu gluschtigen Crèpes gibt es zum ersten Mal Rinds-Entrecôte vom eigenen Bio-Hof.

Stiftung ermöglicht «Lebensvorbereitung»

Im Schulheim der Stiftung wohnen Kinder und Jugendliche mit Lernbehinderungen und Schwierigkeiten in der sozialen und psychischen Entwicklung. Jugendliche werden in der Berufsvorbereitung gezielt auf die berufliche Integration vorbereitet. Und seit zwei Jahren gibt es die Sonderschulung 15+, wie Perriard erklärt. «Kindern, die einen sonderschulischen Status haben und gar keine berufliche Anschlusslösung finden, ermöglichen wir eine vertiefte Berufswahl und Lebensvorbereitung.»

Den Besuchern im Schlosshof die Schwellenangst nehmen

Für Perriard bedeutet das Fest auch eine Gelegenheit, dass Schulheim und seine Schüler vorzustellen und den Leuten mögliche Schwellenängste zu nehmen. An eine kleine Anekdote erinnert sich der Schulleiter gerne. «Einmal kam ein erboster Bürger auf mich zu, um sich über einen sehr bösen Jungen zu beschweren. Er zeigte mir sogar ein Foto. Es hat mich dann sehr gefreut, dem Herrn zu sagen, dass dies kein Kind aus unserer Institution gewesen ist – unsere Kinder sind anständig.» Diese gehen denn auch mit Freude und voller Konzentration auf die Besucher zu. Sei es beim Getränkestand, bei der Essenausgabe oder am Salatbuffet – überall helfen die Kinder und Jugendlichen der Stiftung tatkräftig mit. Auch Marc (14) er verkauft dieses Jahr zum ersten Male Lose und ist sichtlich stolz, bereits 200 Stück verkauft zu haben.

Erstellt: 17.06.2018, 17:05 Uhr

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