Dällikon

Schule feiert Umbau am Dorffest

Am ersten Juniwochenende wird die sanierte und erweiterte Schulanlage Leepünt eine der grossen Attraktionen des Dälliker Dorffests sein. Wenige Wochen vor dem Fest laufen die Abschlussarbeiten auf Hochtouren.

Noch steht der Bagger im Eingangsbereich, dort, wo später die Dälliker Kinder ein und aus gehen werden.

Noch steht der Bagger im Eingangsbereich, dort, wo später die Dälliker Kinder ein und aus gehen werden. Bild: Beatrix Bächtold

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Aktuell wird das Gerüst entfernt, an den Sichtbetonteilen der Graffitischutz aufgetragen und es werden kleinere Schäden ausgebessert. «Nach einigen Monaten Verschnaufpause wird der vor Ort eingebrachte Beton von selbst seine endgültige Farbe erreicht haben», erklärt Architekt Reto Haefele, Mitinhaber der ausführenden Haefele Schmid Architekten AG. Haefele stuft die Bauarbeiten bereits vor seiner Fertigstellung als gelungen ein. «Unfallfrei und im Zeitplan liegend», erklärt er.

Anfangs fuhr man zwar Verzug ein, weil die Entsorgung in der Rückbauphase doch ziemlich aufwendig war. Eine weitere Herausforderung sind bei Arbeiten mit Sichtbeton jeweils die Witterungseinflüsse. «Die Betonkonstruktionen mussten geschützt werden. Trocknet der hochwertige Sichtbeton nämlich zu schnell, kann das zum Beispiel zu Rissen führen», erklärt Haefele.

Exakte Koordination nötig

Um die Verzögerung aufzuholen, legten die Beteiligten bei den Ausbauarbeiten ein sportliches Programm hin. So wurde beispielsweise auch an Samstagen gearbeitet. Beschleunigend wirkte auch, dass verschiedene Arbeitsgattungen oft gleichzeitig am Werk waren, manchmal sogar am gleichen Bauteil.

Das wiederum erforderte Rücksichtnahme und auch Disziplin. «Die Bauleitung musste exakt koordinieren. Die Handwerker und Unternehmer haben toll zusammengearbeitet», sagt er. So richtig spannend wird es dann noch einmal Anfang Mai, beim Einbringen des Turnhallenbodens.

Die Arbeit am Gebäude, welches Medienleitungen, Heizung, Wasser und Strom der gesamten Schulanlage beherbergt, vergleicht Haefele mit einer Operation am offenen Herzen. «Die Haustechnik fürs Schulareal musste am Leben gehalten, kurz für den Neuanschluss unterbrochen und dann wieder angeschlossen werden. Die Unterbrüche haben wir, so gut es ging, in die Schulferien gelegt», sagt er. Einmal, als es doch noch eine Unterbrechung der Wasserleitung während des Schulbetriebs gab, marschierten die Kinder übers Schulareal ins Mehrzweckgebäude, wenn sie aufs WC wollten.

Gemäss Rückmeldungen nahmen die Kids das locker. «Der Lerneffekt war, dass Wasser kostbar und nicht selbstverständlich ist», berichtet er. Aussergewöhnlich war auch der gute Kontakt zwischen Kindern und Bauarbeitern. «Es gab Kinder, die vor Schulbeginn immer am gleichen Ort die Handwerker durch die Gucklöcher in der Bauwand begrüssten. Das sind so die schönen Geschichten am Rand.»

Punktgenaue Schätzung

Zufrieden ist auch Susanne Fahrni, Präsidentin der Schulpflege. «Besonders freut uns die Genauigkeit, die wir 2012 bei der Schätzung der zu erwartenden Schülerzahlen an den Tag legten. Bis auf ein, zwei Schüler stimmt die damalige Annahme», sagt sie. Wenn man nachrechnet, so merkt man schnell, dass bei der Prognose im Jahre 2012 die Kinder, welche bald in der Schulanlage ein und aus gehen werden, noch gar nicht geboren waren. «Diese Punktlandung, lediglich aufgrund der zu erwartenden Bautätigkeit, ist schon kristallkugelartig», erklärt sie erleichtert und fährt fort: «Dringend erwartet ist neben der neuen Turnhalle, dem Schülerhort und den zusätzlichen Klassenzimmern auch der fünfte Kindergarten, der im Sommer bezugsbereit ist.»

Ende 2015 gaben die Stimmenden grünes Licht für den Bruttokredit von 6,8 Millionen Franken für die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Leepünt. Ein zu wenig tragbarer Untergrund und zu knapp gewordene Statik machten dem Projekt erst einmal einen Strich durch die Rechnung. Statt der Sanierung wurde ein kompletter Rückbau in Angriff genommen und dieser bedingte einen Nachtragskredit von 750 000 Franken. «Noch ist der Bau nicht fertig, doch man kann schon sagen, dass wir den Kredit nicht ganz ausschöpfen müssen und das Projekt unter 7,5 Millionen abgerechnet wird», sagt Susanne Fahrni.

Der Erweiterungsbau umfasst neben einer neuen Sporthalle, Dusch- und Umkleideräumen auch Toiletten und Technik. Räume für Tagesstrukturen mit Küche, Gruppen- und Personalraum sowie Kindergarten, Schulzimmer und Gruppenräume gehören auch dazu. Susanne Fahrni setzte während der etwas mehr als einjährigen Bauphase ab und zu den weissen Helm mit dem Wappen Dällikons auf, um nach dem Rechten zu sehen. Sie berichtet: «Rundum erfreulich. Ich bin sehr zufrieden.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 26.04.2018, 15:54 Uhr

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