Dielsdorf

Stiftung Vivendra erlebte ein blendendes Jahr und die Zukunft wird noch sonniger

Rund eine halbe Million Franken an Spenden hatte die Stiftung Vivendra 2016 zu verzeichnen. Das Geld floss in Tausende von Therapiestunden, in Wohngruppen und ins Internat. Nächstes Jahr will die Stiftung das Restaurant Sonne in Dielsdorf eröffnen und dabei auf «langsames Essen» setzen.

In der Dielsdorfer Sonne ging 2009 das Licht aus. Nächstes Jahr soll die Sonne wieder scheinen.

In der Dielsdorfer Sonne ging 2009 das Licht aus. Nächstes Jahr soll die Sonne wieder scheinen. Bild: Archiv

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Die Stiftung Vivendra für Menschen mit Beeinträchtigung hat auch 2016 wieder ganze Arbeit geleistet, wie aus dem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht hervorgeht. Rund 1300 Physiotherapiestunden, 2000 Ergotherapiestunden und 700 Logopädiestunden für Kinder und Jugendliche wurden durchgeführt. Die Belegung der Wohnheime und Tagesstätten ist weiterhin hoch. So war das Internat zu 89 Prozent ausgelastet. Die Sonderschule war mit 104 Prozent gar überbelegt. Auch in den Tagesstätten für Erwachsene erreicht die Stiftung eine Auslastung von fast 100 Prozent.

Spenden und Subventionen

Finanzieren kann dies die Stiftung zu einem grossen Teil aus Spenden. Rund 460 000 Franken an gemeinnützigen Zuwendungen erhielt die Vivendra im letzten Jahr. Daneben erhielt die Stiftung rund 2,7 Millionen Franken Betriebsbeiträge vom Volksschulamt und 10,2 Millionen Franken vom kantonalen Sozialamt. Auch die Gemeinden unterstützen die Vivendra mit Geld. Sie steuerten rund 3,4 Millionen Franken an Beiträgen bei.

Im Bundesrat ein Thema

Wie der Stiftungsratspräsident Andreas Baumann im Vorwort schreibt, musste sich sogar einst der Bundesrat mit Fördergeldern für die Vivendra befassen, wie aus einem fast 50 Jahre alten Bundesratsbeschluss hervorgeht. Die Landesregierung musste an ihrer Sitzung vom 17. Oktober 1967 über die Übernahme der Hälfte der Baukosten des geplanten Schulheims in Dielsdorf befinden.

Konkret handelte es sich um die damals beträchtliche Summe von rund 3,5 Millionen Franken. Da sich der Bundesrat damals mit allen Bundessubventions­begehren von über 500 000 Franken befassen musste, schaffte es die Stiftung Vivendra auf die Agenda der Bundesratssitzung. Der Bundesrat sprach das Geld.

«Interessant ist, dass schon damals die Sonderschulung und erstmalige berufliche Ausbildung in Verbindung mit medizinisch-therapeutischer Behandlung als anerkanntes Bedürfnis festgehalten wurde», schreibt der Stiftungspräsident.

Mit dem neusten Projekt der Vivendra wird sich die Landesregierung allerdings nicht beschäftigen müssen. Die Stiftung hat das Dielsdorfer Gasthaus zur Sonne übernommen. Im Frühsommer 2018 soll das Restaurant wieder eröffnet werden. Laut Mario Nigg, Leiter Gastronomie, will die Vivendra dabei auf das Konzept «Slow Food», zu Deutsch «langsames Essen», setzen. Dabei handelt es sich um ein Gegenkonzept zum ungesunden Fast Food. Verwendet werden sollen regionale Produkte und die Zubereitung soll umweltfreundlich erfolgen.

Erstellt: 28.06.2017, 10:45 Uhr

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