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Umbau der Sonne steht nichts mehr im Weg

Bald fahren beim altehrwürdigen Wirtshaus zur Sonne in Dielsdorf die Bauarbeiter vor. Der Besitzer hat die Freigabe für den Umbau erhalten. Das Restaurant wird künftig von der Stiftung Vivendra für Menschen mit Behinderung betrieben.

Das Wirtshaus Sonne in Dielsdorf steht zurzeit leer. Unternehmer Werner Hofmann aus Buchs und die Stiftung Vivendra wollen dem denkmalgeschützten Gebäude neues Leben einhauchen.
Das Wirtshaus Sonne in Dielsdorf steht zurzeit leer. Unternehmer Werner Hofmann aus Buchs und die Stiftung Vivendra wollen dem denkmalgeschützten Gebäude neues Leben einhauchen.
Madeleine Schoder

Die Wiederbelegung des Dielsdorfer Wirtshauses zur Sonne schreitet weiter voran. Am letzten Freitag hat der Buchser Werner Hofmann, Besitzer der Liegenschaft, die Baufreigabe für den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes erhalten. «Nun müssen wir mit den Handwerkern zusammensitzen», sagt Hofmann. Er rechne damit, dass man innert 14 Tagen mit den Bauarbeiten beginnen könne.

Eine kleine Knacknuss gab es für Hofmann seit dem Erhalt der Baubewilligung im letzten Oktober noch. So verlangte der Kanton, dass die Einfahrt zu den Parkplätzen hinter dem Haus über die Wehntalerstrasse erfolgt, die Ausfahrt aber in die Bahnhofstrasse. «Dies machte noch einige Absprachen mit den Nachbarn nötig», erklärt Hofmann.

Mietwohnungen zumoderaten Preisen

In den oberen Geschossen der Liegenschaft sind Mietwohungen geplant ­– acht Unterkünfte mit jeweils dreeinhalb Zimmern. Vier werden im ersten Obergeschoss untergebracht und rollstuhlgängig ausgebaut. Darüber gibt es vier Maisonettewohnungen. Hofmann will die Wohnungen zu moderaten Preisen anbieten. So sollen sie zwischen 1800 und 2000 Franken kosten.

Die Sonne soll ein Dorftreffpunkt werden

Das Restaurant und den Rest der Liegenschaft wird an die Stiftung Vivendra für Menschen mit Behinderung vermietet. Diese wird wieder ein Restaurant führen. Handicapierte können dort eine Ausbildung machen, im Backoffic arbeiten oder im Service mithelfen. Laut Stefan Eckhardt, Geschäftsführer der Stiftung, möchte man die Sonne zu einem Dorftreffpunkt machen. So sei keinesfalls ein Gourmettempel geplant. Vielmehr würden Speisen in «einer üblichen Preislage» angeboten. Das Restaurant soll 30 Plätze umfassen. Eine Lounge wird zusätzlich 20 Personen Platz bieten. Auch einen Aussenbereich wird es geben.

Sonderschule für Jugendliche ohne Anschlusslösung

Im ersten Stock wird sich ebenfalls Vivendra einmieten und eine Sonderschule für zwölf Schüler betreiben. Das Angebot «Sonderschule 15 plus» richtet sich an über 15-Jährige, die nach der obligatorischen Schulzeit keine Anschlusslösung finden. Im Parterre, wo sich die grossen Schaufenster befinden, will Vivendra in Zukunft seine geschlossene Werkstatt unterbringen, die sich zurzeit in Oberweningen befindet.

Geplant ist auch ein kleines Ladenlokal, in welchem die in der Werkstatt geschaffenen Objekte verkauft werden. Die Liegenschaft der Sonne ist laut Eckhardt für viele Dielsdorfer mit positiven Emotionen verbunden. Mit dem Einzug in die Sonne wolle sich die Stiftung im Herzen der Gemeinde platzieren und sich damit vermehrt ins Dorfleben einbringen können.

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