Steinmaur

Verführerisch rot – vom Feld direkt ins Glas

Betritt man den Hofladen der Familie Meienberg vom Beerihof in Steinmaur steigt einem sofort der Duft vollreifer Erdbeeren in die Nase. Die Erdbeersaison ist noch in vollem Gange, weitere Sorten Beeren warten ebenfalls auf Feinschmecker.

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Der Arbeitstag von Daniela und Harri Meienberg beginnt früh. Wenn es noch angenehm kühl ist, pflückt Harri Meienberg zusammen mit einer langjährigen Nachbarin und seinen polnischen Helferinnen bereits die Erdbeeren für den Tagesbedarf des Hofladens. Das 25 Are grosse Erdbeerfeld wird «überpflückt», das heisst mehrmals geerntet.

Sorgfältig legen die Pflückerinnen jede Beere einzeln in den Karton. «Wir ernten die Erdbeeren mitsamt Stiel und berühren die empfindlichen Früchte nicht mit der Hand, damit es keine Druckstellen gibt,» erklärt der Beeren-Anbauer. Danach kommen die ausgereiften Beeren direkt in den eigenen Hofladen und zum Kunden. Die gesamte Vermarktung liegt somit in den Händen von Daniela und Harri Meienberg.

Einkochennach eigenen Rezepten

Im Rüstraum bereitet Daniela Meienberg die zweitklassigen Erdbeeren der Sorte Turiga zum Einkochen vor. Sie verströmen ein herrliches Waldbeerenaroma. Mithilfe einer speziellen Küchenmaschine schneidet sie die gerüsteten Beeren in kleine, genau definierte Stückchen. «Ich habe lange getüftelt, bis ich die optimale Grösse der Beerenstückchen gefunden habe», erklärt sie. Aus drei Kilogramm Erdbeeren kocht sie 20 handliche Gläser mit einem Fruchtanteil von sechzig Prozent.

Während des Kochvorgangs lässt die Hofköchin die Pfanne nicht aus den Augen, fügt genau jene Menge Zucker hinzu, die sie für dieses Rezept entwickelt hat und rührt die Beerenmasse sorgsam um. «Die feinen Fruchtstückchen nicht zu vermantschen ist das Geheimnis», verrät Meienberg währen des Rührens. Als besondere Note gibt sie den köchelnden Erdbeeren etwas Pfeffer bei. Welche Sorte Pfeffer sie beimengt, gibt sie nicht preis. «Berufsgeheimnis», sagt sie und lächelt.

Im Nu sind die Gläschen abgefüllt und kühlen nun langsam ab. Schnelle und saubere Arbeit sind das A und O beim Konfitüre einkochen. «Hier kann ich meine Kreativität ausleben», freut sich die gelernte Kindergärtnerin.

Die Wertschätzung für das Naturprodukt zeigt sich auch bei der Präsentation. Eine Künstlerin hat die Etiketten für die Produkte der Meienbergs entworfen. Über dreissig Sorten Konfitüren bietet der Beerihof an.

Mit dem Hofeinen traum verwirklicht

Diesen bewirtschaftet das Ehepaar seit 2006. Der Hof sollte zu einem Schlaraffenland für alle Früchteliebhaber werden. Sie träumten von einem gluschtigen Beeren- und Fruchtsortiment vom Frühling bis zum Herbst. Nach und nach verwandelten sie diesen Traum in die Realität um, durch Fleiss und viel Arbeit. Heute wissen Kunden aus der Stadt Zürich bis in den tiefsten Aargau das reiche Angebot zu schätzen.

So auch Stammkunde Andreas Schneeberger, der die vielen Köstlichkeiten liebt. Neben anderem entscheidet er sich für die Erdbeerkonfitüre mit Pfeffer. «Ich kaufe regelmässig im Hofladen ein, denn ich lege Wert auf Qualität und Frische», sagt der Oberweninger. «Ausserdem schätze ich es, die Menschen, welche die Beeren anbauen persönlich zu kennen und zu wissen wer hinter den hiesigen Produkten steht.»

Und wenn Kunden wie Andreas Schneeberger den Laden mit einem erwartungsfrohen Lächeln wieder verlassen, wissen Daniela und Harri Meienberg, dass sie auf dem richtigen Weg sind. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 23.06.2017, 14:14 Uhr

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