Lufingen

Die ältesten Traktoren sind die attraktivsten

Wer Traktoren mag, war am Sonntag in Lufingen richtig. Dort trafen sich Fans jeden Alters.

Das Traktorenfest in Lufingen zog auch dieses Jahr wieder viele Besucher an.

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Traktorentreffen: Das bedeutete am Sonntag bei der Lufinger Deponie einen Augenschmaus für Liebhaber der Landwirtschaftsmaschinen und Oldtimer. Über 70 herausgeputzte Traktoren aus der Umgebung, der Schweiz und auch aus Deutschland waren präsent und glänzten in der heissen Sonne. Kenner, Sammler und Interessierte waren in Scharen gekommen und bestaunten sowohl moderne, zum Teil riesige Landwirtschaftsmodelle, wie auch die kleineren Oldtimer. Das jährliche Treffen wird organisiert vom Verein «Füürweer Veterane Lufinge» – seit 2003.

Bauern und Sammler

Vereinspräsident Armin Krebser erinnert sich an den Anfang: «Irgendwann beim Zusammensitzen der Mitglieder kam die Idee, ein solches Treffen durchzuführen.»

Traditionell seien Traktorentreffen als Erntedankfest für Bauern durchgeführt worden. Heute kommen in Lufingen sowohl die Besitzer von Liebhaberstücken als auch jene von Arbeitstraktoren zusammen und die Besitzer und Fans tauschten sich begeistert darüber aus. Wie immer waren auch viele Familien mit Kindern anwesend – für die Jüngsten wurde ein Sandkasten aufgestellt – und vor allem der männliche Nachwuchs fühlte sich wie im Süssigkeitenshop.

Die Brüder Dario (9) und Silvan (6) aus Pfungen fuhren mit ihren Eltern auf dem Arbeitstraktor ihres Onkels ans Fest. Dieser Teil sei natürlich das Beste gewesen, fanden die Jungs, aber auch vor Ort war ihre Begeisterung für die Traktoren gross, wir für den Lanz Bulldog, der so umfunktioniert worden ist, dass er wie eine grosse Kutsche anmutete.

Arbeit als Hobby

Mit einem Arbeitstraktor der älteren Generation kam Thomas Jucker aus Oberembrach. Seinen Deutz D 8006 (Baujahr 74) kaufte er 2002 als sein allererstes Modell, inzwischen hat er eine eigene Landtechnik-Firma in Bülach. Es habe viel gekostet, ihn auf den jetzigen Stand zu bringen, doch viel kosten tue auch ein neuer Traktor. Der nimmermüde Oldtimer läuft an einer Rundballenpresse, hat eine Komfortkabine, 107 PS und viele nachgerüstete Optionen. Und die Maschine zieht bis heute: «Er hat 14000 Betriebsstunden hinter sich. Eigentlich ist bei 10000 Stunden Schluss.» Und auch privat hat der Traktor Einsätze. «Er kommt vom Spalierstehen an der Hochzeit meines Kollegen. Der Blumenstrauss meiner Frau hängt noch frisch dran.»

Je älter die Traktoren, umso mehr stachen sie heraus. Mit zwei solchen Exemplaren kam Juckers ehemaliger Arbeitgeber, Christoph Schneider aus Nussbaumen. Seine Fahrzeuge muteten im Vergleich zu den modernen Maschinen wie Zwerge an. Geeignet seien sie vor allem für Ausflüge. Den Steyr T22 (Baujahr 1947) und das Deutz Modell aus (1956) kaufte Schneider vor 30 beziehungsweise 40 Jahren. Den Deutz liess er aber erst vor ein paar Jahren auf Vordermann bringen, davor stand das Modell einfach herum. Gebraucht hat es Schneider nicht, schliesslich stehen bei ihm noch mehr Traktoren. «Zu viele», sagt er kopfschüttelnd. Es sind 15. «Natürlich muss ich allen schauen. Es ist ja auch ein grosses Hobby.»

Erstellt: 12.08.2019, 14:30 Uhr

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