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Weltmusikpreisträger beehrten die Mühle Otelfingen

Die Stiftung Mühle Otelfingen wurde durch die Thuner Künstlerbörse auf die Band Alma aufmerksam und engagierte das österreichische Quintett gleich für das Open-Air im Garten der Mühle. Im Juli wird die Band mit dem Sonderpreis für Weltmusik ausgezeichnet.

Das Quintett Alma aus Österreich zog die Zuhörerinnen und Zuhörer in ihren Bann.
Das Quintett Alma aus Österreich zog die Zuhörerinnen und Zuhörer in ihren Bann.
Francisco Carrascosa

Rund 40 Personen lauschten am Samstagabend zeitgenössisch aufgepeppten und aufgewerteten volksmusikalischen Klängen. An den Instrumenten waren fünf talentierte Jungmusiker aus Österreich und dem Südtirol, welche sozusagen mit der Musik aufgewachsen sind. Als Kulisse diente die imposante Frontseite der Otelfinger Mühle, die ihren heutigen baulichen Ursprung im Jahre 1598 findet. Gleichzeitig fand damit die letzte Vorstellung der Saison 2016/2017 statt. Die neue Saison startet dann am 29. Oktober mit einer musikalischen Lesung.

Sonderpreisträger für Wirken in der Weltmusik

Seit der Gründung vor sechs Jahren entwickelte sich die Band Alma zu den wichtigsten «Pflegern und Erneuern» des volkstümlichen Musikschatzes. Liebhaber der modernen österreichischen Volksmusik wie ihn Hubert von Goisern etwa bereits vor zwanzig Jahren bekannt machte, erkennen den mutig-fortschrittlichen Stil, den die Jungmusiker mit fast 200-jährigen Noten vermischen.

Im Rahmen der Rudolstadt Festivals in Deutschland wird die Band den Sonderpreis für das Wirken in der Weltmusik erhalten, wie Julia Lacherstorfer, Gründerin und Violinistin der Band, in der Pause erklärte. Weltmusik, auf Englisch World Music, wird immer populärer und ist durch seine grenzenübergreifende und menschenverbindende Wirkung bei jungen Leuten äusserst beliebt.

«Fremde» Cellistin mit an Bord

Die am Samstagabend auf Grund eines Engagements ausgefallene Musikerin Marlene Lacherstorfer wurde durch die Cellistin Sophie Abraham ersetzt, welche mit 14 Jahren aus Holland direkt ins Ennstal übersiedelte. Vor jedem Stück gelangten die Musikerinnen und der Musiker mit einer Botschaft oder einer Erklärung zum Publikum. So leitete der Sänger und Violinist Matteo Haitzmann zu seinem Stück «Renate grüsst das Universum» mit melacholisch-philosophische Betrachtungen zum Weltgeschehen über. «Es ist mein selbsttherapeutisches Stück», erklärte Haitzmann. Seine Protagonistin schaue vom Balkon ihres Wiener Hochhauses hoch hinauf in die Sterne – ein «Glaserl Rotwein» in den Händen haltend – und hoffe auf bessere Zeiten.

Urvolksmusik hebt die Stimmung

Zuhörerin Regula Lächler aus Dänikon erfreute sich ab den von der Harmonikaspielerin Marie-Theres Stickler nun aufgegleisten «richtig volkstümlichen» Liedern. Sie sei oft an den Veranstaltungen der Stiftung Mühle Otelfingen anzutreffen sagte die Primarschullehrerin.

Mit dem Lied «Mein Madele, mei tschurele» gelangten die Jungmusiker in die Herzen der Zuhörerschaft. Ein Stück Lebensweisheit wurde – wie das früher oft passierte – von Mund zu Mund, beziehungsweise als Lied weitergegeben. «Du wersches schon mal verstehen», sprach die Grossmutter in dem Stück.

Im Anschluss an die Veranstaltung wurde unter dem Kastanienbaum des Gartens das Gespräch über Volkstümliches und dessen Vermischung mit modernen Tönen weitergeführt.

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