Wahlfragebogen

«Wir müssen die Beteiligung Deutschlands einfordern»

Unterländer Nationalratskandidaten und -kandidatinnen stehen dem «ZU» Red und Antwort. Heute stellt sich Jürg Sulser (SVP) aus Otelfingen unseren Fragen.

Jürg Sulser (SVP) aus Otelfingen will in den Nationalrat.

Jürg Sulser (SVP) aus Otelfingen will in den Nationalrat. Bild: pd

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Wie soll sich der Flughafen Zürich-Kloten entwickeln? Sind die Pistenverlängerungen nötig? Wie kann der Fluglärm gerecht verteilt werden?
Jürg Sulser: Der Flughafen Zürich-Kloten ist der grösste Arbeitgeber im Kanton Zürich. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, den Betrieb auch langfristig sicherzustellen, um den Erhalt von Arbeitsplätzen und Lehrstellen sicherzustellen. Dies kann mit oder ohne Pistenverlängerung erfolgen. Eine «gerechte Fluglärmverteilung» wird es nicht geben, vielmehr müssen wir die Beteiligung Deutschlands einfordern. Hier ist Verhandlungsstärke gefragt!

Im Zürcher Unterland – besonders im Glattal – sind Verkehrsstaus inzwischen an der Tagesordnung. Wie kann das Problem gelöst werden?
Die Verkehrsinfrastruktur platzt aufgrund des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums aus allen Nähten. Es werden Millionen in den öffentlichen Verkehr investiert – beim motorisierten Individualverkehr hingegen wird das Geld aus ideologischen Gründen nicht für den Ausbau, sondern für den Rückbau des Strassennetzes verwendet. Solange wir solche einseitigen Konzepte verfolgen und keiner bereit ist, auf seine individuelle Mobilität zu verzichten, solange werden wir auch das Problem nicht lösen.

Der Schweizer Einkaufstourismus jenseits der deutschen Grenze schadet dem hiesigen Gewerbe. Wie kann Abhilfe geschaffen werden?
Die Bevölkerung muss viel mehr sensibilisiert werden, dass in der Schweiz Arbeitsplätze wegfallen, wenn man im Ausland Billigwaren einkauft statt Schweizer Produkte. Um das zu verhindern, muss die Politik dem Gewerbe endlich mehr Freiraum geben –daher setze ich mich für die Abschaffung von Gebühren und Bürokratie ein! Nur so wird das Gewerbe wieder konkurrenzfähiger. Die derzeitige Politik ist dazu nicht fähig: Sie schadet dem Werkplatz Schweiz mit immer neuen Verordnungen und Gesetzen. (red)

Erstellt: 06.10.2015, 13:42 Uhr

Die politische Positionierung von Jürg Sulser. (Bild: vimentis.ch)

Mit dem Wahlfragebogen gibt der «Zürcher Unterländer» einer Auswahl von gut platzierten Unterländer Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen vom 18. Oktober die Möglichkeit, Stellung zu aktuellen Unterländer Themen zu beziehen.

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