Regensdorf

«Zänti» kann Umsatz leicht steigern

Das Zentrum Regensdorf setzt auf Wachstum: Dosenbach eröffnet eine Filiale, Coop baut seine Ladenfläche aus und im Gastrobereich ist ein Food-Court geplant. Damit sind die Veränderungen im «Zänti» aber noch nicht abgeschlossen.

Das Zentrum Regensdorf soll mehr sein, als nur eine reine Shoppingmeile.

Das Zentrum Regensdorf soll mehr sein, als nur eine reine Shoppingmeile. Bild: Leo Wyden

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Das Zentrum Regensdorf hegt grosse Pläne: Auf fast einem Drittel der Fläche sind in den nächsten vier Jahren Veränderungen geplant. Neue Geschäfte siedeln sich an: Dosenbach wird 2019 eine Filiale eröffnen und auf 700 Quadratmetern Schuhe und Sportartikel anbieten. Ausbauen will das «Zänti» auch die Gastronomie. Derzeit laufen Gespräche über einen Food-Court, einen Bereich mit diversen Küchen und gemeinsamen Sitzplätzen. Geht es nach dem Willen des Centerleiters Philipp Arnold, werden die Gäste bei schönem Wetter sogar an der frischen Luft essen können.

Schon länger bekannt ist, dass Coop seine Ladenfläche von 1000 auf 3000 Quadratmeter vergrössern wird. Der Umbau soll nächstes Jahr starten, die Eröffnung wird voraussichtlich 2022 sein. Den Centerleiter freuen die Pläne des Basler Detailhändlers, denn Lebensmittelgeschäfte sorgen für Frequenz in einem Shoppingcenter: «Mit dem grösseren Coop, der 2014 erweiterten Migros und Denner bieten wir drei grosse Lebensmittelgeschäfte unter einem Dach.» Damit sind die Änderungen im «Zänti» aber nicht abgeschlossen: Weitere Projekte sind in Planung, jedoch noch nicht spruchreif, wie Arnold sagt.

0,2 Prozent mehr Umsatz

Doch woher nimmt das «Zänti» den Platz für die expandierenden Geschäfte? Schliessen wird dieses Jahr die Filiale von Ex Libris, wie die Migros-Tochter Anfang Jahr mitgeteilt hat. Andere Geschäfte wechseln auf kleinere Verkaufsflächen, einige können Lagerflächen zu Verkaufsflächen umnutzen.

Das Zentrum Regensdorf mit seinen 50 Geschäften steht im Vergleich mit anderen Shopping-Centern gut da: 2017 erwirtschaftete es einen Umsatz von knapp 140 Millionen Franken, 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch das erste Quartal 2018 zeigt ein erfreuliches Bild mit 3 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahr. Beigetragen zum guten Umsatz hat das Osterwochenende, das dieses Jahr dem 1. Quartal zugerechnet werden konnte, wie Arnold einräumt.

Dennoch: Das Umfeld für die Shoppingcenter bleibt angespannt. Die Schweizer Auslandeinkäufe stagnieren zwar, doch der Onlinehandel wächst ungebremst weiter. Der Umsatz des Zentrums Regensdorf hängt laut Arnold von verschiedenen Faktoren ab: vom Wetter etwa – bei Sonnenschein kommen weniger Kunden – oder vom Personal, dies besonders bei beratungsintensiven Verkaufsläden. Alle Geschäfte mussten sich in den letzten Jahren sehr anstrengen, wie der Centerleiter betont, denn: «Alleine mit Rabattschlachten ist es nicht getan.»

Um den Verkauf anzukurbeln, habe man auch Promotionen zum Probieren von Produkten eingeführt. Grossen Einfluss auf den Geschäftsgang der Shops ortet Arnold auch beim Einkauf. Der Knackpunkt: Einkäufer müssen zwar auf Trends reagieren, aber viele Produkte bereits ein Jahr im Voraus bestellen.

Kurze Wege als Vorteil

Dennoch sieht Arnold den weiteren Jahresverlauf im «Zänti» verhalten optimistisch. Vorausgesetzt, der Franken-Euro-Kurs und auch die Verkaufspreise ändern sich nicht wesentlich, vorausgesetzt auch, der wirtschaftliche Aufschwung mit tiefer Arbeitslosigkeit geht weiter, so rechnet Arnold mit einer Null, also einem unveränderten Umsatz gegenüber dem Vorjahr.

Das Zentrum Regensdorf ist laut Arnold aber mehr als nur ein Shoppingcenter. Es bietet Dienstleistungen wie Arztpraxen und ein Hörzentrum, ein Fitnesscenter mit Schwimmbad, Post, Bank, Schlüsselservice, Nähatelier und neu auch eine Tankstelle mit Ladestation für Elektroautos. «Geplant ist, die Dienstleistungen noch auszubauen, um möglichst viel unter einem Dach anzubieten.»

Der Vorteil gegenüber den nächstgelegenen Shoppingcentern Glatt und Tivoli, beide bedeutend grösser als das Regensdorfer Einkaufszentrum, sind die kurzen Wege im «Zänti», wo die Besucher rasch vieles erledigen können. Die Zukunft des Zentrums Regensdorf sieht Arnold denn auch als Areal, wo Shopping und Freizeitvergnügen, Arbeiten und Wohnen ineinanderspielen.

Erstellt: 26.04.2018, 15:03 Uhr

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