Im Tschad

Zwischenfall auf der Reise durch den Busch

An Abenteuern mangelt es der jungen Niederhaslerin Salome Zollinger nicht, seit sie vor fünf Monaten in den Tschad gegangen ist.

Gute Miene zum pannenanfälligen Spiel. Salome Zollinger (auf der Motorhaube links) blieb bei einem Ausflug mit dem Auto stecken.

Gute Miene zum pannenanfälligen Spiel. Salome Zollinger (auf der Motorhaube links) blieb bei einem Ausflug mit dem Auto stecken. Bild: pd

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Kürzlich verbrachte ich ein paar Tage Ferien zusammen mit drei Mitarbeitenden in Koyom im Süden des Tschad. Wir waren in dieser Zeit bei einem Schweizer Ehepaar untergebracht, das schon seit 40 Jahren in Afrika lebt. Der Ehemann ist ein gelernter Handwerker. Er sollte dafür sorgen, dass neue Betten zu einer katholischen Station, die etwa drei Autostunden entfernt liegt, transportiert wurden.

Wir wollten uns?die günstige Gelegenheit nicht entgehen lassen, mit ihm zusammen den tschadischen Busch zu durchqueren. So fuhren wir mit sechs auf das Autodach geschnallten Betten Richtung Südosten. Schon lange hatten?wir die Hauptstrasse hinter uns gelassen, als wir in einem Buschdorf auf einmal nicht mehr weiterkamen, weil unsere Ladung zu breit war. Wir setzten zurück, und schon war das Auto mit uns Passagieren in Schräglage geraten. Wir hatten das nicht mehr in Betrieb stehende, sieben Meter tiefe Brunnenloch beim Vorbeifahren nicht gesehen.

Wir steckten also?fest in einem Dorf, in dem die Menschen in einer uns unbekannte Sprache redeten, mitten irgendwo im Nirgendwo. Doch die Bewohner wollten uns helfen und holten Baumstämme, um zu verhindern, dass das zweite Hinterrad auch noch absackte.

Nach einem gescheiterten?Befreiungsversuch, bei dem das Auto nur noch weiter abrutschte, baten wir die Ordensschwestern des nahe gelegenen Klosters, uns herauszuziehen. Unter den Augen zahlreicher Schaulustiger fand die nicht besonders spektakuläre Rettungsaktion statt. Rund zwei Stunden nach dem Zwischenfall waren wir wieder auf vier Rädern unterwegs. Die Betten, die nach Schweizer Qualitätsnorm gesichert waren, hatten nicht einen Kratzer abbekommen. (zuonline.ch)

Erstellt: 05.02.2016, 11:29 Uhr

Eine Unterländerin im Tschad

Anfang August 2015 haben wir die 18-jährige Salome Zollinger aus Niederhasli vorgestellt, die neun Monate im Tschad verbringt, um für ein Hilfsprojekt zu arbeiten. Im Dossier «Eine Unterländerin im Tschad» erzählt sie von ihren Erfahrungen aus diesem Land.

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