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Interview mit Silvano Beltrametti«Du bleibst gelähmt. Zack!»

Seit dem Sturz in der Abfahrt von Val-d’Isère 2001 sitzt der Bündner im Rollstuhl. Der 41-Jährige sagt: Hätte er damals die Augen geschlossen, wäre er tot.

Einst die grösste Schweizer Abfahrtshoffnung, heute Geschäftsführer eines Hotels: Silvano Beltrametti im Berghotel Tgantieni ob Lenzerheide.
Einst die grösste Schweizer Abfahrtshoffnung, heute Geschäftsführer eines Hotels: Silvano Beltrametti im Berghotel Tgantieni ob Lenzerheide.
Foto: Nicola Pitaro

Was denkt einer, der mit 120 km/h auf ein Netz zuschiesst?

Jetzt kommt gleich ein brutaler Rückschlag! Ich flog Richtung Netz und dachte: Jetzt knallts! Doch der Knall kam nicht.

Sie flogen durch das Netz hindurch.

Es ging blitzschnell, die Ski schnitten das Netz durch, dann erst kam der heftige Aufprall. Mit dem Kopf erwischte ich einen Eisenpfeiler, mit dem Rücken landete ich auf einem spitzigen Stein.

Vor einer Woche, 19 Jahre nach Ihrem Unfall, stürzte Nicole Schmidhofer auf der gleichen Piste in Val-d’Isère an der gleichen Stelle und verschwand zwischen den Netzen. Welche Gedanken hatten Sie?

Ich habe den Sturz nicht gesehen, hörte aber davon. Bei mir damals gab es nur ein Netz, nun stehen dort mehrere, um einen möglichen Abflug abzubremsen. Das geschah auch als Folge meines Unfalls. Offenbar hat es gewirkt.

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