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Widerstand gegen RichtplanEglisau wehrt sich gegen geplante SBB-Abstellgleise

Die SBB wollen bei Eglisau auf der grünen Wiese eine Abstellanlage für Züge bauen. Nun formiert sich in der Gemeinde Widerstand.

Die SBB planen, eine über 40’000 Quadratmeter grosse Fläche dieser Landschaft mit einer Abstellanlage zu überbauen. In Eglisau sorgt das für Kritik.
Die SBB planen, eine über 40’000 Quadratmeter grosse Fläche dieser Landschaft mit einer Abstellanlage zu überbauen. In Eglisau sorgt das für Kritik.
Foto: Francisco Carrascosa

Sven Stecher will keinen blinden Widerstand. Aber er ärgert sich. Über die SBB und ihre Pläne für den Süden von Eglisau.

«Man muss kein Feng-Shui-Experte sein, um zu verstehen, dass ein solcher Ort mitten in der Kulturlandschaft, in einem Naherholungsgebiet und so nahe an geschützten Naturflächen nicht für stehende Zugkompositionen geeignet ist.»

Sven Stecher, Präsident Die Mitte Eglisau

Stecher, der Präsident des örtlichen Ablegers der Die-Mitte-Partei, engagiert sich derzeit wie auch andere Parteien und Einzelpersonen gegen eine rund 42’500 Quadratmeter grosses Abstellanlage, welche die SBB im Gebiet Birchstud im Süden der Gemeinde planen. Die Anlage soll im Rahmen einer Teilrevision in den Richtplan eingetragen werden. Derzeit läuft die öffentliche Auflage dazu. «Es bringt nichts, einfach nur dagegen zu sein», betont Stecher. Ihm gehe es vielmehr darum, aufzuzeigen, warum die Lösung der SBB für ihr Platzproblem in Eglisau nicht innovativ und durchdacht genug sei. «Man muss kein Feng-Shui-Experte sein, um zu verstehen, dass ein solcher Ort mitten in der Kulturlandschaft, in einem Naherholungsgebiet und so nahe an geschützten Naturflächen nicht für stehende Zugkompositionen geeignet ist», sagt Stecher. Schon im Zweiten Weltkrieg habe die Armee erkannt, dass dieses Gebiet nicht zum Verstopfen sei, sondern den Durchgang ermögliche – und deshalb genau dort Abwehrmassnahmen installiert.

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