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Kolumne Christian SeilerEin letztes Prosit auf einen grandiosen Winzer

Der australische Önologe (und Bassist!) Taras Ochota ist gestorben. Seine Weine sind so, wie er war: unvergleichlich, charismatisch und ein wenig verrückt.

Er produzierte kühn gemischte Weine mit Namen wie «Weird Berries in the Woods»: Taras Ochota in Adelaide.
Foto: Andre Castellucci

Taras Ochota war ein freundlicher Mensch. Als ich den australischen Winzer auf seinem Weingut in den Adelaide Hills kennen lernte, gab er mir nicht die Hand, sondern nahm mich in die Arme, zog mich für zwei, drei lange Sekunden an sich und schenkte mir dann sein breites, zugewandtes Lächeln, das die Falten um seine Augen knistern liess. Und ja, das war zwei Jahre vor Corona, und noch mal ja, in den Adelaide Hills werden Umarmungen auch zwischen Menschen ausgetauscht, die sich noch nicht kennen, sozusagen als Investition in das Zwischenmenschliche: Könnte ja sein, dass wir einander mögen, also probieren wir es gleich einmal aus.

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