Zum Hauptinhalt springen

Interview zum BesuchsrechtEinen Elternteil nicht mehr zu sehen, kann Kinder traumatisieren

Psychologin Giulietta von Salis berät am Zürcher Marie-Meierhofer-Institut für das Kind Eltern und Kinder in Trennung. Während der Corona-Krise rät sie getrennt lebenden Familien zu Kreativität.

Kinder sollten beide Elternteile weiterhin sehen. Ein Unterbruch regelmässiger Besuche könnte für sie verstörend sein.
Kinder sollten beide Elternteile weiterhin sehen. Ein Unterbruch regelmässiger Besuche könnte für sie verstörend sein.
Keystone

Das Marie-Meierhofer-Institut für das Kind hat ein Merkblatt zur Corona-Pandemie publiziert. Darin raten Sie, dass Kinder ihre getrennt lebenden Eltern weiterhin regelmässig sehen sollen. Weshalb fanden Sie es nötig, darauf hinzuweisen?

Wir haben in Beratungen Kontakt mit vielen getrennten Familien. Vor allem in hochstrittigen Familien kam es vor, dass der Kontakt zu den Kindern mit Corona als Begründung unterbunden wurde. Auch wurden die begleiteten Besuche sistiert vonseiten der Fachpersonen oder der Eltern. Wir waren alarmiert, da sich ein Kollateralschaden der Pandemie abzeichnete. Denn für die Entwicklung eines Kindes ist es am besten, eine intensive Beziehung zu beiden Elternteilen zu haben – und dass diese nicht abrupt unterbrochen wird.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.