Zum Hauptinhalt springen

Ein Tag im Lockdown«Einer hat einfach aufs Gas gedrückt, den mussten wir zurückholen»

Jeder Mensch hat seine Lockdown-Geschichte. Wir haben einige davon gesammelt. Ein Tag im Leben von Nadine Theiler, 28, Grenzwächterin, die den Frust von Grenzgängern zu spüren bekam.

Grenzwächterin Nadine Theiler an ihrem Arbeitsort in Thayngen.
Grenzwächterin Nadine Theiler an ihrem Arbeitsort in Thayngen.
Foto: zvg

Am ersten Tag des Lockdowns war es morgens bewölkt, so zehn Grad. Meine Schicht fing um vier Uhr an. Ich lebe in Schaffhausen, von meiner Wohnung sind es etwa zwanzig Minuten mit dem Auto bis zum Grenzübergang Thayngen. Wir kontrollierten zu zehnt die Einreise von Deutschland. Es waren nur zwei Spuren geöffnet, wie immer. Aber es bildete sich schnell ein langer Stau, weshalb wir dann alle sechs Spuren öffneten. Es kamen Leute, die in der Schweiz einkaufen oder tanken wollten, aber auch viele, die einfach nur durchfahren wollten. Viele hatten ihre Ausweise nicht parat. Sehr viele mussten wieder umkehren. Es durften nur Grenzgänger mit Meldebestätigung passieren.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.