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FCB-Spieler verzichtenEinigung im Lohnstreit

Vor zwei Wochen machte der FC Basel öffentlich, dass die Spieler der 1. Mannschaft nicht bereit seien, während der Corona-Pause auf 70 Prozent ihres Gehalts zu verzichten. 14 Tage später hat man sich nun gefunden.

Die 1. Mannschaft des FC Basel hat sich mit der Vereinsführung um Präsident Bernhard Burgener (3. von links) geeinigt.
Die 1. Mannschaft des FC Basel hat sich mit der Vereinsführung um Präsident Bernhard Burgener (3. von links) geeinigt.
Foto: Freshfocus

Lohngespräche werden beim FC Basel offensichtlich gerne am Mittwochabend geführt. Denn wie vor zwei Wochen meldete sich der Club exakt 14 Tage später wieder zu später Stunde. Im Unterschied zur ersten Mitteilung war der Grundtenor dieses Mal aber deutlich positiver: «Gemeinsam durch die schwierige Zeit», lautete die Überschrift. Verein und Spieler haben nämlich eine Einigung gefunden, wenn es um das Thema Lohnverzicht während der Corona-Pause geht.

Vor zwei Wochen hatte der FCB öffentlich Druck auf das Team ausgeübt, indem er detailliert erklärte, dass die Spieler nicht bereit seien, während der spielfreien Zeit auf 70 Prozent des Lohnes zu verzichten. Die Profis verfassten daraufhin eine eigene Mitteilung, in der sie ihr Misstrauen gegenüber der Clubführung äusserten. Man sei sehr wohl bereit, auf Lohn zu verzichten. Vorausgesetzt, man wisse, wo das Geld hinfliesse und für was es verwendet werde.

Die Differenzen sollen nun geklärt sein, teilt der FCB mit. Das gegenseitige Vertrauen sei nach offenen und konstruktiven Gesprächen vollumfänglich wiederhergestellt. Und es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass der Club nach all den öffentlich gemachten Vorwürfen nun extra darauf hinweist, dass die gefundene Lösung vertraulich behandelt werde.

Neben dem Verzicht auf einen Teil des Lohnes haben die Basler Spieler sich zudem dazu bereit erklärt, die Lohneinbussen derjenigen Mitarbeitenden beim FCB auszugleichen, die aktuell durch Kurzarbeit verursacht werden. «Unsere Solidarität allen Kolleginnen und Kollegen beim FCB gegenüber ist für uns eine Selbstverständlichkeit», wird Captain Valentin Stocker zitiert.

Damit hat es der Verein geschafft, zumindest die Probleme in diesem Bereich zu lösen. Inwiefern die Differenzen zwischen Vereinsführung und Spielern tatsächlich behoben sind, das wird sich in Zukunft zeigen. Aber zumindest nach aussen haben die Basler am Mittwochabend mal wieder ein Signal der Einigkeit gesendet. Und genau das wird es auch brauchen, um die kommenden Aufgaben anzugehen.

Denn wie hat es der Verein selbst geschrieben? Die Voraussetzungen sind geschaffen worden, «um die grossen sportlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen».