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Drama um jungen FlüchtlingEr starb, und niemand merkte es

Als 14-Jähriger flüchtete Ali Reza H. nach Europa. Vier Jahre später begeht er in einer Genfer Asylunterkunft Suizid. Sein Fall wirft ein Licht auf die Situation minderjähriger Asylsuchender in der Schweiz.

«Ali Reza, wir vergessen dich nicht»: Nach dem Suizid des 18-jährigen Afghanen organisierten dessen Freunde im Mai 2019 eine Kundgebung, um gegen die Zustände in der Asylunterkunft Foyer de l’Etoile zu protestieren.
«Ali Reza, wir vergessen dich nicht»: Nach dem Suizid des 18-jährigen Afghanen organisierten dessen Freunde im Mai 2019 eine Kundgebung, um gegen die Zustände in der Asylunterkunft Foyer de l’Etoile zu protestieren.
Foto: Georges Cabrera

«Etwas stimmt da nicht!» Das sagte sich eine Sozialarbeiterin am Abend des 29. März 2019 in der Genfer Asylunterkunft Foyer de l’Etoile. Der 18-jährige Flüchtling Ali Reza H. hatte sie um ein Beruhigungsmittel gebeten. Die Sozialarbeiterin händigte ihm Pillen aus und sah, wie der 18-Jährige statt einer einzigen gleich alle Pillen schluckte.

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