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US-Staat OhioErneut tödlicher Polizeieinsatz gegen Schwarzen

Der unbewaffnete 47-jährige Andre Maurice Hill wurde in seinem Haus im US-Staat Ohio von einem Polizisten getötet.

Der jüngste tödliche Polizeieinsatz gegen einen Schwarzen löst wieder Proteste aus: Demonstrant in Columbus. (24. Dezember 2020)
Der jüngste tödliche Polizeieinsatz gegen einen Schwarzen löst wieder Proteste aus: Demonstrant in Columbus. (24. Dezember 2020)
Reuters/Megan Jelinger
Der 47-jährige wurde in seiner Garage von einem Polizisten erschossen.
Der 47-jährige wurde in seiner Garage von einem Polizisten erschossen.
AFP/Stephen Zenner
Der Polizist war wegen eines geringfügigen Vorfalls zu dem Ort gerufen worden.
Der Polizist war wegen eines geringfügigen Vorfalls zu dem Ort gerufen worden.
Reuters/Megan Jelinger
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In den USA sorgt erneut ein tödlicher Polizeieinsatz gegen einen unbewaffneten Afroamerikaner für Entsetzen.

Am Donnerstag verbreitete Aufnahmen von der Körperkamera eines Beamten zeigen, wie dieser den 47-jährigen Andre Maurice Hill in der Garage eines Hauses in Columbus im Bundesstaat Ohio durch mehrere Schüsse tötet.

Der Bürgermeister von Columbus, Andrew Ginther, zeigte sich empört über den Vorfall. Wieder einmal hätten Polizisten einen Schwarzen gesehen und gefolgert, dass er kriminell und gefährlich sei, kommentierte der Anwalt Ben Crump, der mehrere Familien von Opfern von Polizeigewalt vertritt, den Tod Hills.

Video zeigt Details des Vorfalls

Die Aufnahmen zeigen, wie Hill am Montagabend auf den Polizisten zuging. Er hält ein Handy in seiner linken Hand, seine rechte Hand ist nicht zu sehen. Nur wenige Sekunden später feuert der Beamte, und Hill bricht zusammen.

Der Polizist war wegen eines geringfügigen Vorfalls zu dem Ort gerufen worden. Dabei ging es laut Medienberichten um einen Mann, der in einem Auto sass und dieses wiederholt startete und abschaltete.

Motive des Schützen unklar

Warum der Polizist schoss, ist unklar. Das Video ist ohne Ton. Hill trug keine Waffe. Laut Lokalmedien sollen gegen den Polizisten schon früher Beschwerden wegen unverhältnismässigen Gewalteinsatzes eingegangen sein.

Anfang Dezember war in Columbus der 23-jährige Casey Goodson Jr. von einem Polizisten erschossen worden, als er nach Hause zurückkehrte. Nach Angaben seiner Familie hielt er einen Sandwich in seiner Hand, den der Beamte für eine Schusswaffe hielt.

Proteste gegen exzessive Gewalt

Im ablaufenden Jahr gab es in den USA monatelange landesweite Proteste gegen exzessive Gewalt und Rassismus. Ausgelöst wurden die Demonstrationen durch den Tod des unbewaffneten Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz Ende Mai in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. Am Rande der überwiegend friedlichen Proteste kam es wiederholt zu Ausschreitungen.

SDA/chk