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Mit Corona-Kredit Schulden bezahltErster Zürcher Covid-Betrugsfall vor Gericht

In Zürich laufen 240 Verfahren gegen Covid-Kreditbetrüger. Jetzt kommt der erste Fall vor Gericht. Es geht um frisierte Umsatzzahlen – und 80’000 Franken.

Die unbürokratisch gewährten Hilfskredite riefen offenbar auch Kriminelle auf den Plan.
Die unbürokratisch gewährten Hilfskredite riefen offenbar auch Kriminelle auf den Plan.
Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Es ging alles so einfach. Und vor allem schnell. Am 26. März 2020 schickte der 30-jährige Inhaber einer Gebäudetechnikfirma aus dem Bezirk Dietikon das Kreditgesuch an seine Hausbank UBS: 80’000 Franken, zinslos, Laufzeit fünf Jahre, mit Bundesdeckung. Vier Tage später war das Geld auf dem Konto der Gebäudetechnikfirma.

Rasch und unbürokratisch. Genau so sollte es nach dem Willen des Bundes laufen. Dieser hatte auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle ein milliardenschweres Hilfspaket für notleidende Firmen geschnürt. Um ihre Liquidität sicherzustellen, sollten von der Pandemie betroffene Unternehmen auf unkomplizierte Art staatlich garantierte Notkredite von bis zu 500’000 Franken erhalten. Dazu musste ein KMU lediglich ein Antragsformular mit Angabe des Jahresumsatzes ausfüllen und bei der Hausbank einreichen. Maximal durfte die Kreditsumme 10 Prozent des Umsatzes betragen. Ausbezahlt wurden die Gelder praktisch auf blosse Selbstdeklaration hin.

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