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Reaktionen zum Tod von RBG«Es wird keine mehr wie sie geben»

So reagieren US-Politiker aller Couleur auf den Tod der Supreme-Court-Richterin Ruth Bader Ginsburg.

Nach Bekanntwerden des Todes von Ruth Bader Ginsburg versammelten sich vor dem Gericht in Washington hunderte Trauernde.
Video: Tamedia

Mit Ruth Bader Ginsburg ist eine legendäre amerikanische Juristin und Ikone der Liberalen gestorben. Die Verfassungsrichterin wurde in der Nacht zum Samstag von Vertretern gegensätzlicher politischer Lager gewürdigt.

Für den obersten Gerichtshof vorgeschlagen wurde Ruth Bader Ginsburg 1993 vom damaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Dieser würdigte sie als grossartige Richterin und wundervolle Person – eine brillante Juristin mit einem einfühlsamen Herzen, gesundem Menschenverstand, einer leidenschaftlichen Hingabe für Fairness und Gleichheit sowie einer grenzenlosen Tapferkeit im Angesicht ihrer eigenen Widrigkeiten.

Auch Hillary Clinton äusserte sich zum Tod der Richterin. Sie habe den Weg für sehr viele Frauen frei gemacht, inklusive sie selbst. Es werde wohl keine mehr wie sie geben.

Ex-Präsident Barak Obama schreibt: «Als zweite Frau, die jemals ins höchste Gericht des Landes ernannt wurde, war sie eine Kriegerin für die Gleichberechtigung der Geschlechter – und jemand, der glaubte, dass gleiches Recht vor dem Gesetz nur dann einen Sinn ergibt, wenn das für jeden einzelnen Amerikaner gilt.»

Obama verweist auch darauf, dass Bader Ginsburg ein unerschütterliches Vertrauen in die Demokratie und ihre Ideale hatte. Und dass sie Anweisungen gab, wie ihr Erbe gewürdigt werden soll. Damit meint er wohl auch, dass sie sich wünschte, dass über ihre Nachfolge erst nach den Präsidentschaftswahlen im November entschieden werde.

Dann könnte es sein, dass ein demokratischer Präsident Joe Biden ihre Nachfolgerin oder ihren Nachfolger nominiert. «Heute trauert unsere Nation um eine amerikanische Heldin, eine Gigantin der Rechtslehre und eine unermüdliche Stimme im Kampf um das höchste amerikanische Ideal: gleiches Recht vor dem Gesetz. Ruth Bader Ginsburg vertrat uns alle. Sie kämpfte für uns alle», sagte der Präsidentschaftskandidat über Ginsburg.

Der demokratische Ex-Präsident Jimmy Carter sagt: «Als eine kraftvolle juristische Denkerin und entschlossene Verfechterin der Gleichheit der Geschlechter war sie während ihrer langen und bemerkenswerten Karriere ein Leuchtfeuer des Rechts.»

Ruth Bader Ginsburg war das, was man eine «Ikone» nennt – eine ebenso beliebte und bewunderte wie beeindruckende Persönlichkeit.
Ruth Bader Ginsburg war das, was man eine «Ikone» nennt – eine ebenso beliebte und bewunderte wie beeindruckende Persönlichkeit.
Foto: Alex Brandon (Keystone/AP)

Auch republikanische Politiker würdigten die Richterin. Der Mehrheitsführer im Senat Mitch McConnell: «Ihre Intelligenz und Entschlossenheit brachten ihr Respekt und Bewunderung in der Justizwelt, und wahrlich in der gesamten Nation ein, die nun mit ihrer Familie, ihren Freunden und ihren Kollegen trauert.» Ex-Präsident George W. Bush: «Sie hat viele ihrer 87 Jahre dem Streben nach Gerechtigkeit und Gleichheit gewidmet – und sie hat mehr als eine Generation von Frauen und Mädchen inspiriert.»

Mit ihrem jahrzehntelangen Kampf für die Gleichberechtigung der Frauen, für Minderheiten und gegen Diskriminierung avancierte Ginsburg zu einer Justiz-Ikone der Vereinigten Staaten und einem Idol der Bürgerrechtsbewegung. Nach Bekanntwerden ihres Todes versammelten sich vor dem Gericht in Washington hunderte Trauernde. Trump ordnete an, dass Flaggen auf dem Weissen Haus und staatlichen Gebäuden für einen Tag auf halbmast gesetzt werden.

Vor dem Supreme Court in Washington versammeln sich viele Trauernde.
Vor dem Supreme Court in Washington versammeln sich viele Trauernde.
KEYSTONE
Auch dieses Paar trauert um Ruth Bader Ginsburg.
Auch dieses Paar trauert um Ruth Bader Ginsburg.
KEYSTONE
Sie hat sich in ihrer Tätigkeit für die LGBT-Community eingesetzt.
Sie hat sich in ihrer Tätigkeit für die LGBT-Community eingesetzt.
KEYSTONE
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Und auch US-Präsident Donald Trump würdigte sie als «Titanin des Rechts». Mit ihren Urteilen unter anderem zur Gleichberechtigung von Frauen und Menschen mit Behinderungen habe sie «alle Amerikaner und Generationen grossartiger juristischer Denker inspiriert»

SDA

3 Kommentare
    Armin

    Sonst sagen die "Fortschrittlichen" doch immer, man solle nicht zurückschauen.... Was tun sie denn jetzt? Eben - sie haben keine Zukunft.