Zum Hauptinhalt springen

Dolmetscherin hört zuEx-Imam erteilt Mordaufträge aus dem Gefängnis

Azad M. ist ein in erster Instanz verurteilter mutmasslicher Terrorist. Doch der ehemalige Vorbeter der Winterthurer An’Nur-Moschee konnte trotz Haft mit seinem Umfeld in Kontakt bleiben.

Das Kantonsgefängnis Frauenfeld, aufgenommen im Jahr 2010.
Das Kantonsgefängnis Frauenfeld, aufgenommen im Jahr 2010.
Foto: Donato Caspari («Thurgauer Zeitung»)

Als Azad M. aus der Winterthurer An’Nur-Moschee kommt, klicken die Handschellen. Es ist der 11. Mai 2017. Der kurdische Iraker wird verhaftet und sein Zimmer in einer Thurgauer Asylunterkunft durchsucht. Seither sitzt der ehemalige Vorbeter des inzwischen geschlossenen Gotteshauses in Haft. Doch auch im Gefängnis betätigt er sich konspirativ. Kürzlich hat er sogar per Telefon dazu aufgerufen, eine Person «verrecken zu lassen».

Im letzten Oktober wurde der inzwischen 53-jährige Sozialhilfeempfänger vom Bundesstrafgericht in Bellinzona zu einer Gefängnisstrafe von 70 Monaten verurteilt – unter anderem wegen der Beteiligung an der kriminellen Organisation Islamischer Staat (IS). Ausserdem wurde eine Landesverweisung von 15 Jahren angeordnet. Der Kurde hat die längste Gefängnisstrafe kassiert, die bisher in der Schweiz im Zusammenhang mit dem IS ausgesprochen wurde.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.