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84 Prozent weniger Passagiere als im VorjahrFlughafen leidet unter zweiter Corona-Welle

Der Betrieb am Flughafen Zürich ist von der zweiten Corona-Welle erfasst worden. Nachdem die Passagierzahlen bereits im September gesunken waren, nahmen sie im Oktober weiter ab.

Viel weniger Passagiere: Der Flughafen in Kloten leidet unter der Corona-Krise.
Viel weniger Passagiere: Der Flughafen in Kloten leidet unter der Corona-Krise.
Foto: Keystone

Nachdem sich die Flugreisen in den Sommermonaten vom Corona-Schock vom Frühling etwas erholt hatten, brachten die steigenden Corona-Fallzahlen, Reisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen die Erholung in den vergangenen Monaten ins Stocken. Im Oktober 2020 sind 468’616 Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Das entspricht einem Minus von 83,7% gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres. Die Zahl der Umsteigepassagiere sank gar um 92,2% auf 60’372, die Sitzplatzauslastung hat sich um 34 Prozentpunkte auf 46,3% verringert. Und auch die Anzahl Flugbewegungen sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 64,9% auf 8’440 Starts oder Landungen.

Keine Besserung in den Wintermonaten erwartet

Nun wird die erwartete Entwicklung im Gesamtjahr nach unten geschraubt. Auch die Erwartungen für die kommenden Wintermonate lägen tiefer, heisst es. Neu wird für 2020 daher noch mit 8 bis 9 Millionen Passagieren gerechnet nach 31,5 Millionen im Jahr 2019. Dies wäre ein Rückgang von über 70 Prozent, nachdem die Flughafenbetreiberin im April noch von einer Halbierung ausgegangen war.

Mittelfristig bleibt man am Flughafen Zürich aber optimistisch: Der Flughafen könne als wichtiges Drehkreuz für die Schweiz in den kommenden Jahren wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehren.

sda/huy