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Flughafen ZürichÜber 5000 Unterschriften gegen die Pistenverlängerungen

Die Piste 28 soll nach Rümlang verlängert werden.

Bis heute Dienstag blieb Zeit, um 3000 Unterschriften für das Volksreferendum gegen die Pistenverlängerungen am Flughafen Zürich zu sammeln. Nun meldet das Komitee um den Verein Fair in Air, dass es geklappt hat. Es seien rund 5100 Unterschriften zusammengekommen.

«Das Zustandekommen des Volksreferendums zeigt ganz klar: Viele, viele Menschen im Kanton Zürich wollen nicht noch mehr Lärm, noch mehr Schadstoffe und noch mehr Flüge am Zürcher Himmel», lässt sich Kantonsrat Urs Dietschi von Fair in Air in der Medienmitteilung zitieren. «Unsere Sammelaktivitäten, gemeinsam mit den Parteien, waren erfolgreich. Tatkräftig mitgeholfen haben viele Unterstützerinnen und Unterstützer.»

Gegenargumente im Abstimmungsbüchlein

Der Verein hatte nach dem knappen Ja im Kantonsrat zu den Pistenverlängerungen das Referendum ergriffen. Damit wollte Fair in Air laut Medienmitteilung vor allem erreichen, dass die Argumente der Gegnerschaft im Abstimmungsbüchlein enthalten sind. Zu einer Volksabstimmung wäre es auch ohne dieses Referendum gekommen, da bereits kurz nach der Abstimmung im Kantonsrat das Behördenreferendum ergriffen wurde.

Die Flughafen Zürich AG schreibt auf Anfrage, dass sie das Volksreferendum zur Kenntnis nehme. «Das Referendum ist natürlich legitim, doch es ändert nichts an der Ausgangslage», sagt Andreas Schürer vom Komitee Weltoffenes Zürich, das sich für den Ausbau einsetzt. Die Pistenverlängerungen seien aus betriebstechnischer Sicht notwendig. Damit meint Schürer vor allem die veränderten Sicherheitsanforderungen, aber auch einen zuverlässigen Betrieb mit weniger Verspätungen.

Wo die meisten Unterschriften herkommen

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage hat gezeigt, dass eine Mehrheit der Befragten für die Pistenverlängerungen ist. Einen ersten Anhaltspunkt, wo mit besonders viel Widerstand zu rechnen sein könnte, gibt der Blick auf die Zahlen. Die meisten Unterschriften kamen aus der Stadt Zürich. 647 Personen gaben ihre Zustimmung zum Referendum. In der zweitgrössten Stadt im Kanton, in Winterthur, waren es 400. Stark relativiert werden diese Zahlen natürlich aber durch die Bevölkerungsgrösse in den beiden Städten. Daran gemessen, unterschrieben in Zürich nur 0,15 Prozent und in Winterthur 0,34 Prozent.

Insgesamt unterzeichneten in 14 Gemeinden mehr als 100 Personen das Anliegen von Fair in Air. Auffällig ist dabei, dass im Tösstal und im Zürcher Oberland mehrere Gemeinden die Marke von 100 Unterschriften knackten. Aus Effretikon kamen 144, aus Weisslingen 154, aus Zell 226, aus Turbenthal sogar 330. Misst man die Anzahl Unterschriften an jener der Bevölkerung, erzielt Turbenthal mit rund 6,5 Prozent den höchsten Anteil aller Gemeinden.

Wenige Unterschriften aus stark betroffener Gemeinde

Im Zürcher Unterland, wo der Flughafen beheimatet ist, erreicht die Ablehnung der Pistenverlängerungen in Nürensdorf den höchsten prozentualen Wert. Rund 5,3 Prozent unterschrieben das Anliegen von Fair in Air – oder 302 Personen. Im benachbarten Lindau waren es rund 4,2 Prozent (241 Unterschriften). Ebenfalls mehr als 200 Unterschriften gab es aus Bassersdorf – nämlich 268. Aus Brütten hingegen haben lediglich 36 unterschrieben. Von den Standortgemeinden des Flughafens kamen aus Kloten 247, aus Oberglatt 77, aus Opfikon 53, aus Winkel gerade mal 8 und aus Rümlang 140. In Rümlang hat sich der Gemeinderat zuletzt stark gegen einen Pistenausbau engagiert. Mehr als 100 Unterschriften kamen ausserdem aus Dällikon, Niederglatt, Stadel und Dietlikon.