Dielsdorf

150 Jahre Tag und Nacht in Bereitschaft

Der Schweizerische Feuerwehrverband feiert Ende August sein 150-jähriges Bestehen.

Neun Kommandanten von Feuerwehren informierten vor dem 150-Jahr-Jubiläum des Schweizerischen Feuerwehrverbands über die Arbeit der Brandschützer.

Neun Kommandanten von Feuerwehren informierten vor dem 150-Jahr-Jubiläum des Schweizerischen Feuerwehrverbands über die Arbeit der Brandschützer. Bild: Paco Carrascosa

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Die Situation in der Schweiz ist keineswegs selbstverständlich: 84000 Freiwillige, davon knapp 8 Prozent Frauen, und 1300 professionelle Feuerwehrleute sind rund um die Uhr bereit, sich für ihre Mitmenschen in Notsituationen einzusetzen. Alleine im vergangenen Jahr leisteten die 2200 Feuerwehren, die es im Land gibt, 77000 Einsätze. Pro Tag werden also durchschnittlich über 210 Einsätze gezählt.

Auch im Unterland gibt es für die Brandbekämpfer viel zu tun. Die Feuerwehr Regensdorf etwa wurde dieses Jahr bereits zu 70 Ereignissen aufgeboten. Die Mitglieder löschten Brände, pumpten Keller aus, reagierten auf eine Bombendrohung, befreiten eingeschlossene Personen und beseitigten Ölspuren. Und dazu nahmen die Feuerwehrangehörigen natürlich auch während des ganzen Jahres an zahlreichen Übungseinsätzen teil.

Über solche Zahlen informierten verschiedene Feuerwehrkommandanten am Samstag in Dielsdorf. Sie taten dies im Vorfeld auf den Tag und die Nacht der offenen Tore. Mit diesem Anlass wird der Schweizerische Feuerwehrverband am 30. und 31. August sein 150-jähriges Bestehen feiern. Auch zahlreiche Feuerwehren aus dem Unterland nehmen daran teil.

Bei E-Autos braucht es andere Massnahmen

Die Brandbekämpfer müssen sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen, wie bei den Ausführungen der Kommandanten klar wurde. Bei Bränden von Elektroautos, die heute immer verbreiteter sind, sind zum Beispiel andere Löschmassnahmen nötig als bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Und Einsätze mit Atemschutzgeräten bei Bränden in Hochhäusern oder Tiefgaragen stellen besondere Anforderungen an die Feuerwehrleute.

Nebst der Brandbekämpfung ist die Feuerwehr aber heute auch bei vielen anderen Fällen gefragt. Darauf machte Daniel Andreoli, der Stützpunktkommandant in Dielsdorf, aufmerksam: «Wir leisten beispielsweise Mithilfe bei der Bergung von Menschen oder räumen Wespennester aus. Das sind keine eigentlichen Kernaufgaben der Feuerwehr.»

«Ohne diese Bereitschaft wäre die Leistungsvorgabe der Feuerwehr kaum zu erfüllen.»Daniel Andreoli, Stützpunktkommandant Feuerwehr Dielsdorf

In Bezug auf die Herausforderungen sagte Andreoli, dass es nicht einfach sei, Personen zum Mitmachen zu motivieren. Zudem sei es auch nicht einfach, die Anforderungen für die Feuerwehr überhaupt zu erfüllen. Bei einem Brand müssen beispielsweise die Feuerwehrorganisationen in dicht besiedeltem Gebiet innerhalb von zehn Minuten nach der Alarmierung mit zehn Feuerwehrfrauen und -männern am Einsatzort eintreffen. Entsprechend lobte Andreoli Arbeitgeber, die ihren Angestellten erlauben, Feuerwehrdienst zu leisten und ihren Arbeitsplatz tagsüber für einen Einsatz zu verlassen. «Ohne diese Bereitschaft wäre die Leistungsvorgabe der Feuerwehr kaum zu erfüllen.»

Im Bezirk Dielsdorf finden am 30. August an folgenden Orten Präsentationen der Feuerwehren statt: Steinmaur, unteres Furttal in Otelfingen, Stadel, Niederhasli, Rümlang, Regensdorf, Wehntal in Niederweningen und Niederglatt. Und am 31. August präsentieren sich die Feuerwehren in Oberglatt und Dielsdorf. Geboten werden Führungen, Fahrzeugbesichtigungen, Demonstrationen und Festwirtschaften.

Erstellt: 11.08.2019, 20:59 Uhr

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