Hochfelden

17 Dorfteams kämpften um den Turniersieg

Das Dorfturnier feierte seine 40. Austragung. In drei Kategorien kämpften 17 Fussballteams gegeneinander – immer fair und ohne grössere Verletzungen. OK-Präsident Thomas Jacoby und Festwirt René Pauli blicken zurück auf bewegte Jahre.

Team MMI/MMII (in Blau) traf in der Männerkategorie auf die Blue Devils.

Team MMI/MMII (in Blau) traf in der Männerkategorie auf die Blue Devils. Bild: Sibylle Meier

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Während Team MMI/MMII gegen Team Blue Devils spielt und die ersten Schweisstropfen fliessen, trainieren der 13-jährige Manuel und sein zwei Jahre älterer Kollege Nicolas Kopfball. Sie sind beide zum zweiten Mal dabei, denn seit letztem Jahr gibt es neu die Kategorie Schüler. Ma­nuel spielt zudem auch bei den Männern mit, weil viel Talent vorhanden ist. «Es ist cool, mit Kollegen zu spielen.» Natürlich möchte er einmal Profifussballer werden. Nicolas ergänzt, dass es ein Spassturnier sei.

Das gefalle ihm. Die Turnierleitung meldet keine Besonderheiten. Alles geht friedlich und fair zu und her.OK-Präsident Thomas Jacoby hatte am vergangenen Samstag alle Hände voll zu tun. Für die 40. Ausgabe wurde ein extragrosses Festzelt aufgestellt, und die Bühne für den Auftritt der Unterländer Band Rockdown steht bereit.

«Es ist schwierig, die Anzahl an Mannschaften zu halten», erzählt Jacoby. «Früher gab es mehr Spielwillige.» Er selber ist seit Anfangszeiten dabei, zuerst als Fan, dann als Spieler, nun als OK-Präsident der Männerriege, welche den Anlass regelmässig organisiert. «Wir haben sehr gute Fussballspieler, Fairness ist uns wichtig», betont er.

«Festhüttenboxer» und Alkoholdiebe

Festwirt René Pauli erinnert sich derweil an zahlreiche Begebenheiten aus früheren Jahren. «Der Anlass entstand ursprünglich aus der Gruppe der Montagsturner. Deren Präsident Theo Leemann, inzwischen leider verstorben, hat das Dorfturnier ins Leben gerufen.» Ein unschönes Erlebnis sei ein Einbruch über Nacht gewesen. «Wir hatten am Freitag alles aufgestellt, um für das Turnier am Samstag bereit zu sein. In der Nacht wurde das Getränkezelt aufgebrochen, alle Spirituosen der Bar wurden degustiert und viele Flaschen entwendet.»

Auch an Schlägereien mit «Festhüttenboxern» erinnert sich Pauli. «Ein Mitglied der Männerriege hat sogar einen Zahn verloren, als er sich gegen randalierende Festbesucher wehren wollte.» Was ihn aber in all den Jahren am meisten bewegt habe, sei das Schicksal eines kleinen Mädchens gewesen. «Es lief auf dem Areal in eine Reckstange und schlug sich sämtliche Zähne aus.»

Am Spielrand sitzt der Oberembracher Marc Hafner. Er hat mit dem Turnverein in der Kategorie Mixed gespielt, einmal gewonnen und zweimal verloren. Seine Söhne Mischa (8) und Noe (6) turnen inzwischen auf dem Spielplatz herum. Nein, Papi sei nicht traurig gewesen wegen des Verlierens, erzählt der Ältere und sagt, am lässigsten finde er das Zuschauen bei den einzelnen Matchs.

Der kleine Bruder begeistert sich für etwas anderes. «Die Wildnis ist am schönsten», sagt er ernsthaft und erklimmt den Kletterturm unter den mächtigen Bäumen. Gewonnen haben am Schluss des Tages die Mannschaften FC Videobeweis in der Kategorie Schüler, Cats and Dogs in der Kategorie Mixed und Ya Basta’s in der Kategorie Männer. Doch für alle Beteiligten gilt: Mitmachen ist das Wichtigste.

Erstellt: 21.08.2018, 16:47 Uhr

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