Kloten

18 verlassen die Feuerwehr Kloten

Illoyalität, Ausschluss zweier Offiziere und Rücktrittsforderungen an den Chef. Per Ende Jahr quittierten 18 Leute den Dienst bei der Feuerwehr Kloten. In einer Interpellationsantwort legt der Stadtrat nun seine Sicht in Sachen Feuerwehrzwist dar.

Der Feuerwehr Kloten laufen die Feuerwehrmänner davon. Der Stadtrat stellt sich aber hinter den Kommandanten.

Der Feuerwehr Kloten laufen die Feuerwehrmänner davon. Der Stadtrat stellt sich aber hinter den Kommandanten.

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Zwei Feuerwehroffiziere ignorieren Anweisungen des Kommandanten. Dieser empfindet das Verhalten als illoyal und schliesst die beiden am 2. Juli dieses Jahres aus der Feuerwehr aus. Das wiederum entfacht einen internen Konflikt, der nicht zuletzt dazu führt, dass 18 Personen per Ende 2018 aus der Feuerwehr Kloten austreten. Im August waren es noch 23 Feuerwehrler, die angedroht hatten, den Dienst zu quittieren, wenn Kommandant Patrick Steiner nicht zurücktreten würde; «aufgrund des zerrütteten Vertrauensverhältnisses», wie sie damals schrieben. Die Feuerwehr Kloten verfügt heute über einen Bestand von rund 80 Personen.

Private Daten aus einem Chat

Der Stadtrat hatte im September eine Mitteilung veröffentlicht, in der er sich hinter Steiner stellt. Anfang Oktober reichte der Klotener SVP-Gemeinderat Roland Lieb eine 19 Fragepunkte umfassende Interpellation ein, um Auskunft über den dezeitigen Zustand der Feuerwehr, über die Vorgehensweise von Stadtrat und Verwaltung, sowie insbesondere zur personellen Situation zu erhalten.

In ihrem jetzt veröffentlichten Antwortschreiben hält die Regierung unter anderem fest: «Die Stützpunktfeuerwehr ist und war zu jedem Zeitpunkt voll einsatzfähig». Betreffend den Ausschluss der beiden Offiziere schreibt die Behörde: «Dem schwerwiegenden Entscheid sind mehrere Vorfälle vorausgegangen, mit welchen die zwei AdE die Loyalität gegenüber dem Kommando verletzt haben, so dass das Vertrauensverhältnis nachhaltig zerstört wurde.» Gemäss Vorstoss wie Antwort lag der Auslöser des Konflikts letztlich in «privaten Daten» die die beiden betroffenen Offiziere belasteten, und die von einem «Mitteilnehmer des Chats» freiwillig dem Kommando zugespielt worden sind.

Per Ende Jahr sind es nun 18 Feuerwehrleute, die das Handtuch werfen. Wie der Stadtrat ausführt, hat das eine Umstrukturierung zur Folge. «Die Feuerwehr wird von drei auf zwei Züge reorganisiert und die Zusammenarbeit mit den benachbarten Feuerwehren verstärkt.» Damit würden auch weniger Kaderleute benötigt.

Was die Person von Patrick Steiner angeht, so wiederholt der Stadtrat in seiner Antwort seine Haltung: «Der Stadtrat, die Statthalterin und die Gebäudeversicherung sind mit dem Kommandanten sehr zufrieden.»

Die ganze Antwort des Stadtrats unter www.kloten.ch, über die Rubriken Politik, Gemeinderat und Vorstösse (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 02.01.2019, 16:48 Uhr

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